Vortragsreihe "Kunst - Forschung - Geschlecht"


Travelling through non-binary spheres

Im Rahmen von Gastvorträgen wird danach gefragt, was es heißen kann, Geschlecht aufzufächern, zu finden oder auch hinter sich zu lassen. Es wird diskutiert, welches gesellschaftsverändernde Potenzial Geschlechtsentwürfen jenseits der naturalisierten zukommt.

Geschlecht kann zum einen als gegeben gedacht und von dort aus transformiert werden, zum anderen sind Geschlechtsidentitäten fluide, haben weder Richtung noch Ziel, und sind zu entdecken. In diesem Spannungsfeld werden Formen der Repräsentation, der Sprache und Inszenierungsweisen befragt werden: In welcher Weise können wir lustvoll gestaltend agieren und uns ein Geschlecht geben, wie können wir widerständig erfinden, und wo liegen die Grenzen dieser Bewegung? Soll Geschlecht zeitlich gedacht werden und welche Fragen wirft dies für unsere Kommunikation und unser Zusammen-Sein auf? Was bedeutet die Auffächerung für das traditionell minorisierte Geschlecht? Wie kann die spezifische gegenwärtige und historische Verortung von Frau-Sein bei gleichzeitiger Beachtung von intersektioneller Diskriminierung gleichwohl anerkannt werden?

Wissenschaftlicher Beirat: Maria Bussmann, Christine Böhler, Marion Elias, Edith Futscher, Renée Gadsden, Barbara Graf, Kristina Pia Hofer, Doris Löffler, Anna Spohn, Jenni Tischer.

Studierende können die Vortragsreihe als Lehrveranstaltung (Lehrveranstaltungsleitung: Edith Futscher) semesterweise absolvieren.

Organisation: Abteilung für Genderangelegenheiten
Kontakt: gender@uni-ak.ac.at

Anmeldung erforderlich!
Auf Grund der geltenden Covid-Maßnahmen ist die Teilnahme an der Veranstaltung nur nach vorheriger Anmeldung und Rückbestätigung möglich. Studierende registrieren sich bitte über die Base der Angewandten, andere Interessierte per eMail an gender@uni-ak.ac.at.

Die Lehrveranstaltung findet dieses Semester im Distance-Betrieb statt. Anmeldungen sind bis 30.9.2020 möglich.

Wintersemester

Mittwoch, 21. Oktober 2020 | 18h
Katrin Mayer & Eske SchlütersOrlandos, Otherkins, Topologies - Katrin Mayer und Eske Schlüters stellen ihre gemeinsame Arbeit time to sync or swim (2016) vor, ein räumlich-installatives und binaural-akustisches Gefüge, welches das Virtuelle als gegenderten Möglichkeitsraum befragt.

Mittwoch, 25. November 2020 | 18h
Pamela SneedIn this lecture, Pamela Sneed posits, that Big Mama Thornton - who influenced Elvis Presley, Janis Joplin and many more - was a pioneering lesbian and transgender performer. Sneed will examine several of Big Mama Thorntons stage performances and critical responses to her work to place her firmly in a queer canon and at the intersection of race, gender and sexuality.

Mittwoch, 9. Dezember 2020 | 18h
Kathi HoferDie Vorlesung ist ein Versuch, eine mentale Roadmap zu skizzieren. Es ist eine Reise in eine abgekühlte Version von Kalifornien. Hier können wir träumen, dass das Silicon Valley nicht der westlichste Mittelpunkt männlicher, binär codierter, überhitzter Weltphantasien ist.

Mittwoch, 13. Jänner 2021 | 18h
Katrin Ackerl KonstantinZwei artistic research Projekte werden vorgestellt: „Führen wir uns auf!“, welches aus queer feministischer Perspektive nach erwünschten Darstellungen fragt, sowie „Mapping the Unseen“, das zu Unsichtbarem und Unsagbarem forscht.


Sommersemester

Mittwoch, 10. März 2021
Denise PalmieriIn this lecture we walk through paths created by philosophers, activists and many more inspiring people who dared to “break” the hierarchical and phallic ways of creating knowledge in instuitions. In the words of Grada Kilomba, we will travel through “Poetic disobediences”.

Mittwoch, 14. April 2021
Julia PennauerCamp ist ein subkultureller Performance- und Verständigungsstil, der mit theatralem und dekorativem Exzess in Verbindung gebracht wird. Der Beitrag verhandelt Erscheinungsformen des „Effeminierten“ und des Non-/Binären in Camp Praktiken.

Mittwoch, 5. Mai 2021
Karolin Meunier"She’s trying to undo these concepts, including the avantgarde, including certain behaviours, everything that is already embedded into a culture.” Über die künstlerische Arbeit mit Übersetzungsprozessen und das Projekt “A Commentary on Vai pure by Carla Lonzi” als Vorschlag für nicht-binäre Lektürepraxen.


Mittwoch, 9. Juni 2021
Barbara Eder
„Enthüllungen“ im „kleinen Orient“ – Nationale Transgressionen in den Graphic Novels von Nina Bunjevac
Das orientalisierte Bild des Balkans fungiert oft als exotisierbarer Gegenpol zur profanen Welt des Westens – eine (post-)koloniale Projektion, der die kanadisch-serbische Comiczeichnerin Nina Bunjevac ambivalente (Geschlechter-)Inszenierungen abseits des Binären entgegensetzt.


Leitung und Ansprechperson für Genderangelegenheiten
Mag.a Doris Löffler
Erreichbarkeit: Ferstel-Trakt