Neue Professur an der Sprachkunst

Gerhild Steinbuch

25. März 2019

Steinbuch ist seit dem Sommersemester 2019 neu am Institut für Sprachkunst unter der Leitung von Ferdinand Schmatz.
Gerhild Steinbuch, 1983 in Mödling geboren, studierte Szenisches Schreiben in Graz und Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch“ in Berlin. Als Autorin schreibt sie Essays, Hörspiele, Prosa, sowie Texte für Sprech- und Musiktheater im In- und Ausland, die vom Rowohlt Theater Verlag vertreten. Außerdem arbeitet Gerhild Steinbuch als freie Dramaturgin, sowie als Übersetzerin aus dem Englischen, u.a. für die Schaubühne Berlin.

Als Dozentin war sie bislang am Institut für Sprachkunst und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig beschäftigt. Gerhild Steinbuchs Schaffen zeichnet sich durch ein Interesse an transdisziplinären Projekten und durch die Arbeit im Kollektiv aus, so u.a. als Mitglied des feministischen „Institut für chauvinistische Weiterbildung“ und als Teil von Nazis & Goldmund, einer Autor*inneninitiative gegen die europäische Rechte. Für Nazis & Goldmund kuratiert sie in Zusammenarbeit mit ihren Kolleg*innen gegenwärtig unter dem Titel „Die Zukunft des Widerstans" zwei Veranstaltungreihen für das brut Wien und die Volksbühne Berlin. Gerhild Steinbuch ist außerdem Mitinitiatorin der „Vielen“ in Österreich, einem Zusammenschluss von Künstler*innen und Kulturintiativen gegen Rechts, dem sich in Deutschland bereits mehr als 2300 Unterzeichnende angeschlossen haben. 

Sie schreibt über sich:
"In meiner eigenen künstlerischen Arbeit interessiert mich die Erweiterung des Autor*innenbegriffs, die Möglichkeit, Texte mit und durch die Zusammenarbeit mit anderen Autor*innen, aber auch transdizplinär fortzuschreiben, zu übersetzen. Ich verstehe den literarischen Text weniger als abgeschlossenes Werk, sondern als sprachlich präzisen Baustein, der in Kollaborationen eingebracht und dadurch erweitert wird. Deswegen freue ich mich umso mehr, die Professur an einer Universität anzutreten, die mich durch ihre potentiellen Kollaborationsmöglichkeiten beeindruckt und gleichzeitig am Institut für Sprachkunst arbeiten zu dürfen, das sich unter der Leitung von Ferdinand Schmatz eben jener präzisen Spracharbeit, die mir so wichtig erscheint, verschrieben hat."
Gerhild Steinbuch