Eine Veranstaltung
im Rahmen der Vortragsreihe "Kunst - Forschung - Geschlecht".
Rechte Genderdiskurse
auf TikTok und InstagramTraditionelle Geschlechterrollen erleben eine Konjunktur in Sozialen Medien. Während
„Tradwives“, traditionelle Ehefrauen, in weißen Kleidern das Glück im Winkel zelebrieren, predigen Männlichkeits-Coaches Härte,
Durchsetzungskraft und Verachtung von Schwäche. Beide Szenen haben überwiegend kommerzielle Interessen, die Grenze zu autoritären
Weltbildern ist aber fließend. Rechte Social-Media-Strateg*innen haben das erkannt – und nutzen Gender-Diskurse, um ihre eigene
Agenda voranzutreiben.
Weitere Veranstaltungen dieser Reihe:25.03.2026, 18 Uhr
Ann-Kathrin Rothermel & Valentina
Nerino: Twisting Radicality - Limiting Resistance15.04.2026, 18 Uhr
Sofia
Bempeza: Anti-Gender Narratives Beyond Borders and Dissident Responses in Greece13.05.2026, 18 Uhr
Celina Beck und Emma Lakkala: Re/writing
Femininity27.05.2026, 18 Uhr
Anna
T.: Hilda Handcuffs - Queer slangs and Algospea
Anti-Gender und Digitale Autoritarismen
Die Vortragsreihe befasst sich im Studienjahr 2025/26 mit geschlechterfeindlicher Politik in Kunst, Kultur und Gesellschaft
im digitalen Raum. Sie gibt Einblicke, wie reaktionäre Akteure Konzepte von Gleichheit, Gerechtigkeit und sexuellen/reproduktiven
Rechten bedrängen, insbesondere in und durch digitale Medien. Darüber hinaus werden künstlerische Praktiken und gesellschaftliche
Allianzen beleuchtet, die diese Mediennarrative stören und Gegennarrative zu den antiliberalen, autoritären, diskriminierenden,
rassistischen und extremistischen Ideologien generieren.