parrhesia: die riskante Handlung des Wahrsprechens
Frauen im Strafvollzug
Entwurf zur Erfassung der Straftaten (I) und (II), die in einem Diagramm
visualisiert werden sollen, Kreidezeichnung auf Tafel, 280 cm x 310 cm. U.M. und S.E., Amsterdam, November 2022. Foto: U.M.
Habilitation Project; Elise-Richter-PEEK program, FWF
“Mit 36 bin
ich zum vierten Mal in Haft und lebe in Angst vor dem Leben mit und ohne Drogen, vor Krankheit, Isolation und Freiheit.“ Dieser
und 25 anderen inhaftierten, drogenkranken Frauen ist Ulrike Möntmann im Rahmen ihres künstlerischen Forschungsprojekts parrhesia:
die riskante Handlung des Wahrsprechens in europäischen Haftanstalten begegnet. Im Dialog mit Expertinnen werden die Lebensbedingungen
dieser Frauen inner- wie außerhalb von Gefängnissen und Therapieeinrichtungen, ihre gesellschaftliche Marginalisierung und
das systemische Versagen, dem sie ausgeliefert sind, problematisiert.