In dieser geht Kiesler davon aus, dass der
Mensch das Zentrum von wechselseitig wirkenden Kräften bildet und benennt in seiner Theoriebildung zugleich ein Werkzeug,
das nicht nur den gesellschaftlichen Problemen seiner Zeit entgegenwirken sollte, sondern im Kontext der Nachhaltigkeit bis
heute nichts an Aktualität verloren hat.
Wie würde sich eine derartige Lehre in unserer Gegenwart gestalten
und welche Lösungen könnten durch Kieslers Methoden generiert werden? Die Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung
beherbergt in ihrem Archiv Kieslers Nachlass. In einer Forschungskooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien
gehen Doris Krüger und Gerd Zillner diesen Fragen nach und untersuchen im Applied Correlation Laboratory,
wie sich das historische Material für eine junge Generation Studierender und Kunstschaffender aktivieren lässt. Wahrnehmungsexperimente,
theatralische Momente, skulpturale und filmische Referenzen werden durch ein raumgreifendes Display in der Ausstellung miteinander
verbunden.
Ausstellung mit Arbeiten von Francesca Centonze, Ganaël
Dumreicher, Kirils Ēcis, Aleksandar Gabrovski, Jaiyun Lee, Jona Lingitz, Isolar Mesec, Michi Schmidl, Marlene Stahl und Bofan
Zhou, Ausstellungsdisplay von Jasmy Chieh-Hsuan Chen
Ein Forschungsprojekt
von Doris Krüger/Krüger & Pardeller, Universität für angewandte Kunst Wien, und Gerd Zillner, Österreichische Friedrich
und Lillian Kiesler-Privatstiftung
Die Publikation enthält zahlreiche Ausstellungsansichten
sowie einen umfassenden Text von Gert Hasenhütl zur Geschichte der Laboratories an internationalen Kunst-
und Designfakultäten.
Finissage und Buchpräsentation:
Mittwoch,
25. Jänner, 2023, 18h
Ausstellungsort:
Österreichische Friedrich
und Lillian Kiesler-Privatstiftung
Mariahilfer Straße 1b/Top 1, 1060 Wien
Öffnungszeiten:
Dienstag
bis Freitag von 10:00 bis 17:00 Uhr und nach Vereinbarung, Eintritt frei