Nominierung von Ulrike Müller für den Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen

22. Juli 2020
Ulrike Müller, ehemalige Studierende der Malerei an der Angewandten, wurde in diesem Jahr für den 47. „Kunstpreis der Böttcherstraße“ nominiert. Der „Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen“ zählt zu den anerkanntesten und mit 30.000 Euro Preisgeld am höchsten dotierten Auszeichnungen, die im Bereich der zeitgenössischen Kunst in Deutschland, Österreich und der Schweiz vergeben werden.

Die Wettbewerbsausstellung findet 2020 zum 47. Mal statt. Im Laufe der Ausstellung ermittelt eine hochrangige fünfköpfige Jury den/die Preisträger*in.

In der Vergangenheit waren unter den Preisträger*innen sowie unter den vorgeschlagenen Künstler*innen zahlreiche Namen, die in den folgenden Jahren in der internationalen Kunstszene große Aufmerksamkeit erhielten.

Dazu gehören zum Beispiel Tomma Abts, die später mit dem Turnerpreis ausgezeichnet wurde, sowie Dirk Skreber, der den Preis für Junge Kunst der Nationalgalerie Berlin erhielt. 

Für den Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen 2020 wurden folgende zehn Künstler*innen nominiert: 

  • Bani Abidi (geboren 1971 in Karatschi, Pakistan, lebt in Berlin)
    vorgeschlagen von Natasha Ginwala, Gropius Bau, Berlin
  • Nevin Alada (geboren 1972 in Van, Türkei, lebt in Berlin)
    vorgeschlagen von Johan Holten, Kunsthalle Mannheim
  • Jesse Darling (geboren 1984 in Coventry, UK, lebt in Berlin und London)
    vorgeschlagen von Dr. Andrea Schlieker, Tate Britain, London
  • Toulu Hassani (geboren 1984 in Ahwaz, Iran, lebt in Hannover)
    vorgeschlagen vom Stifterkreis des Kunstpreis der Böttcherstraße, Bremen
  • Janine Jembere (geboren 1985 in Magdeburg, lebt in Wien)
    vorgeschlagen von Dr. Yvette Mutumba, Contemporary And (C&) und Universität der Künste, Berlin
  • Anne Duk Hee Jordan (geboren 1978 in Korea, lebt in Berlin)
    vorgeschlagen von Dr. Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, SAVVY Contemporary, Berlin
  • Ulrike Müller (geboren 1971 in Brixlegg, Österreich, lebt in New York)
    vorgeschlagen von Prof. Dr. Christoph Grunenberg, Kunsthalle Bremen
  • Henrike Naumann (geboren 1984 in Zwickau, lebt in Berlin)
    vorgeschlagen von Severin Dünser, Belvedere 21, Wien
  • Raphaela Vogel (geboren 1988 in Nürnberg, lebt in Berlin)
    vorgeschlagen von Thomas D. Trummer, Kunsthaus Bregenz
  • Stefan Vogel (geboren 1981 in Fürth, lebt in Leipzig)
    vorgeschlagen von Prof. Dr. Bettina Steinbrügge, Kunstverein in Hamburg 


Hintergrundinformationen zum „Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen“: 

Der Kunstpreis wird seit über sechzig Jahren verliehen. Getragen werden der Kunstpreis und die gemeinsame Ausstellung der nominierten Künstler*innen seit 1985 vom Stifterkreis für den Kunstpreis der Böttcherstraße des Kunstvereins in Bremen. Dieser ermöglicht zudem den Ankauf eines Werks des/der jeweiligen Preisträger*in. So konnte die Sammlung der Kunsthalle Bremen unter anderem um Arbeiten von Martin Honert, Ólafur Elíasson, Wolfgang Tillmans, Tino Sehgal, Ulla von Brandenburg, Thea Djordjadze oder Daniel Knorr und Nina Beier erweitert werden. Im Zweijahresrhythmus schlagen zehn angesehene Kurator*innen unabhängig voneinander je eine*n Künstler*in aus dem deutschsprachigen Raum vor.
Den Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen 2018 erhielt Arne Schmitt für seine Fotoarbeit „Der heiße Frieden“, die sich mit den städtebaulichen und architektonischen Spuren der Wirtschaftswunderzeit auseinandersetzt.