11. November 2020
Am Abend des 2.
November 2020 ereignete sich im 1. Wiener Gemeindebezirk Unfassbares. Im Gedenken an die Toten, in Anteilnahme und Trauer
über den schmerzlichen Verlust, im Mitgefühl für die körperlichen und seelischen Verletzungen, die so viele erleiden müssen,
entzünden wir am Hauptstandort unserer Universität, am Oskar-Kokoschka-Platz ein Feuer; ein Feuer der Trauer, des Schmerzes, des
Zorns, der Hoffnung und der Liebe. Dieses Feuer soll in den nächsten Tagen einen Ort markieren, an dem insbesondere den
Angehörigen der Angewandten Gelegenheit geboten wird, innezuhalten, in stillem Gedenken.
Von
dort gehen wir über den Ring, umkreisen den ersten Bezirk und damit die Orte des Schreckens und geben mit einem brennenden
Licht ein Zeichen. Es ist ein Zeichen des Gedenkens, ein Zeichen der Zuwendung, ein Zeichen der Verbundenheit.
In
girum imus nocte et consumimur igniWir irren des Nachts im Kreis umher und werden vom Feuer verzehrt.So wie dieser Satz kein Anfang und Ende hat, so gehen wir im Kreis. Wir gehen und geben dem Körper ein Gedächtnis.
Wir gehen gemeinsam, obwohl wir Zeit und Raum individuell erfahren. Wir gehen und teilen unsere Trauer. Wir gehen und teilen
einen Anfang.
Für das Rektorat
Gerald Bast, Bernhard Kernegger, Barbara Putz-Plecko, Eva Maria
Stadler und Maria Zettler
Für den Senat
Anja Jonkhans
Die Hufak // Hochschüler_innenschaft
der Universität für angewandte Kunst Wien
Das Feuer am Oskar-Kokoschka-Platz brennt
von Freitag, 13. November 2020 bis Dienstag, 17. November 2020, jeweils von 9.00-19.00 Uhr. Am Feuer halten wir in diesem
Zeitraum Wache.
Für die Feuerwache bitten wir alle Studierende, Lehrende und Mitarbeiter*innen, die möchten,
sich im Doodle-Kalender (siehe Mail aus dem Rektorat am 11.11.) für ein Zeitfenster von jeweils einer Stunde einzutragen.
Wir laden alle Universitätsangehörigen ein, in der Zeit von Freitag bis Dienstag, Kerzen an dem Feuer zu entzünden,
und damit um den Ring zu gehen, um ein Zeichen zu setzen. Im Eingangsbereich am Oskar-Kokoschka-Platz können die
Fackeln für den Trauerweg abgeholt werden. Auf Grund der aktuellen Covid-19 -Regelungen gehen wir zeitlich entzerrt,
über mehrere Tage verteilt in kleinen Gruppen, und dennoch gemeinsam schweigend diesen Weg.
Wir ersuchen alle,
mit Rücksicht auf die aktuellen Covid-Verordnungen zu jeder Zeit einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, große Menschenansammlungen
zu vermeiden und auf Abstand zu achten.
Englische
Version