21. April 2026
Anlässlich des uniko-Aktionstags
#ALLESUNI lud die Angewandte am 21. April zum experimentellen Spiel am Brunnenmarkt: Gemeinsam mit Rektorin Ulrike
Kuch präsentierte Margarete Jahrmann das multiperspektivische Spiel „The Tree Game“ – ein kreatives
Rollen- und Strategiespiel, das Spieler*innen abwechselnd in die Rollen von Bürger*innen und Industriellen sowie eines Sees
und Waldes schlüpfen lässt.
Das Spiel vereint Facetten eines Brettspiels mit
künstlerischen und interaktiven Elementen und animiert zur anschließenden Reflexion über die Rollen, Strategien und Auswirkungen
der gespielten Szenarien.
Thomas Brandstetter, Lehrender der Abteilung Experimental Game Cultures der Angewandten
und Co-Entwickler des Spiels, fungierte als Spielleiter.
Zur
Spielanleitung Die Abteilung Experimental Game Cultures bietet seit 2021 am Institut für Kunst und Gesellschaft
der Angewandten ein Masterstudium an, das in Forschung, Lehre und Kunst Spiel als Kulturtechnik erschließt. Die Abteilung
erforscht disziplinenübergreifende Zukunftsfelder und zielt auf eine kritische Reflexion der gesellschaftlichen Wirkungsmacht
von Spielen. Zu den Forschungsbereichen zählt u.a. der Einsatz von Spielen als Instrument zum besseren Verständnis gesellschaftlicher,
wirtschaftlicher und politischer Zusammenhänge und zur demokratischen Gestaltung ihrer Zukunft.
Erstmals
initiierte die uniko – Österreichische Universitätenkonferenz am 21. April zum Welttag der Kreativität und Innovation einen
universitätenübergreifenden Aktionstag. Unter dem Motto #ALLESUNI zeigen die österreichischen Universitäten dabei, wie sie
in vielfältigen Disziplinen die Weiterentwicklung der Gesellschaft mitgestalten.
Margarete Jahrmann,
Professorin der Abteilung Experimental Game Cultures an der Angewandten, wurde 2025 mit dem Österreichischen Kunstpreis ausgezeichnet.
Sie hat zahlreiche internationale und interdisziplinäre künstlerische Forschungs-Projekte initiiert und geleitet: so das Forschungsprojekt
"ROBOPSY. Eine künstlerische Erforschung des kollektiven Gedächtnisses durch Rollenspiele mit KI-Sprachmodellen", oder das
vom FWF unterstützte PEEK-Projekt „Der psycholudische Ansatz. Die Erforschung des Spiels für eine verträgliche Zukunft“. Als
Künstlerin und Autorin kreiert Jahrmann Kunstwerke, die sich mit Spiel, spielerischen Methoden, AI und Neurowissenschaften
beschäftigen. Sie veröffentlichte 2024 eine Monographie über
KOPFGELD und andere LUDISCHE EXPERIMENTE und veranstaltet
2025 die Ringvorlesung zu
LUDIC METHOD.
In ihrer Kunst baut Margarete Jahrmann auf Zeichnungen von unkonventionellen
Spielmechaniken auf und erforscht experimentelle Systeme. Themen sind Spiele für/mit Nicht-Menschlichen Aktanden, KI, die
kognitive, emotionale und politische Kondition für eine verträgliche Welt. Zu ihren Auszeichnungen zählen der prestigeträchtige
prix ars electronica 2003, der Berliner transmediale software arts award 2004 und der Medienkunstpreis der Stadt Wien 2020.