Expanded Museum Studies

Masterstudium

MA (Master of Arts)
120 ECTS
Dauer (Semester): 4
Unterrichtssprache: Englisch und Deutsch / English and German
Die Universität für angewandte Kunst bietet mit Expanded Museum Studies ab dem Wintersemester 2021 ein Studien- und Forschungsfeld für die Untersuchung, Erweiterung und Neuausrichtung des Museumsbegriffs. Besonderes Merkmal des Studiums ist die inter- bzw. transdisziplinäre und praxisbezogene Verschränkung museologischer, kunst- und kulturwissenschaftlicher, konservatorischer und künstlerisch-forschender methodischer Ansätze. Im Zentrum steht die kritische Auseinandersetzung mit historischen und aktuellen Museumsmodellen sowie dem Museum als Kontaktzone und Ort der Wertmächtigkeit in einem explizit breiten Sinn, das heißt im Kontext sämtlicher mit ihm verbundener Praxen, Konfigurationen, Diskurse und Ansprüche. Grundlage des Studiums bilden aktuelle wissenschaftliche und künstlerische Fragestellungen sowie der an der Angewandten vertretene gesellschaftsbezogene Kunst- und Kulturbegriff mit globaler und transkultureller Perspektivierung.
 
Wesentliche Schwerpunkte des Studiums beruhen auf dem Lehrangebot der Abteilung Expanded Museum Studies, spezifisch für die Studienstruktur konzipierten Formaten der internen und externen Kooperationspartner*innen sowie einer das gesamte Studium begleitenden Plattform für inter- und transdisziplinären Austausch, die als durchlässiger Reflexions- und Handlungsraum dient und Öffentlichkeit herstellt. Genutzt wird zudem das gesamte Studienangebot der Angewandten.
 
Die Studiengegenstände sind thematisch nicht auf bildende bzw. angewandte Kunst beschränkt. Vielmehr fördert das Studium spartenübergreifende, Intersektionalität berücksichtigende Perspektiven auf kulturelle Produktion und ihre (im-)materiellen musealen Infrastrukturen. Die Erschließung des Museums als konkretes Arbeitsfeld ist auf grundlegende Fragen nach aktuellen und historischen gesamtgesellschaftlichen Umwälzungsprozessen ausgerichtet. Bearbeitet werden diese Inhalte im Rahmen unterschiedlicher individueller und kollaborativer Formen der Reflexion, die sich im Spannungsfeld praktischer, experimenteller, theoretisierender und vermittlerischer Tätigkeiten bewegen.
 
Angestrebt wird eine aktive Beteiligung der Student*innen an der inhaltlichen und methodischen Ausrichtung des Studiums sowie an der Konzeption und Organisation öffentlicher Veranstaltungen im Sinne der Stärkung demokratischer Strukturbildung.
 

Zielgruppe

Das Masterstudium richtet sich an Absolvent*innen wissenschaftlicher oder künstlerischer Bachelor- bzw. Diplomstudien, die von ihrer fachlichen Ausrichtung her eine Verbindung zum Masterstudium erlauben.
 

Qualifikationen von Absolvent*innen

Die Absolvent*innen können inter- und transdisziplinär arbeiten und die mit dem Museum verbundenen künstlerischen und wissenschaftlichen Praxen, Infrastrukturen und Diskurse untersuchen. Sie sind mit den aktuellen Erfordernissen der Museumsarbeit vertraut und vermögen das Museum konstruktiv-kritisch zu reflektieren, mit dem Ziel, die Erforschung und Neuausrichtung des Museums(begriffs) voranzutreiben.
 
Ausgehend davon können sie Entwicklungspotenziale identifizieren, alternative Konzepte für konkrete Bereiche und Problemstellungen entwickeln und Um- und Neuorientierungen unterstützen bzw. initiieren. Dies bezieht sich insbesondere auf: Sammlungspolitik, Dekolonialisierung und Kulturerbe, künstlerische Praxen und Diskurse, Digitalisierung, Ökologie und technische Innovation sowie kulturelle Diversität, Zugänglichkeit und Herstellung von Öffentlichkeit(en).
Die Absolvent*innen verfügen über praktische und theoretische Fähigkeiten, die Ansprüche an das Museum als lebendigen Ort der Inspiration, Diskussion und Produktion bzw. als gesellschaftlich relevante, engagierte und (selbst-)kritische Bildungsinstitution zu verfolgen.
 
Sie sind darauf vorbereitet, eigenständig wie auch in Teams unter Einhaltung der gängigen fachlichen Standards wissenschaftlich zu arbeiten und zu forschen sowie Konzepte in die Praxis zu übersetzen. Sie sind mit möglichen Anwendungsfeldern und mit der Entwicklung eigener Fragehorizonte und Erarbeitungsstrategien vertraut und können diverse Expertisen in kooperativen Arbeitsprozessen zusammenführen. 
 

Tätigkeitsfelder von Absolvent*innen

Für die Absolvent*innen eröffnen sich Arbeitsfelder in verschiedenen Bereichen im und um das Museum, in Kunst- und Kulturinstitutionen und verwandten Diskurs- und Handlungsräumen.

Der ebenfalls an der Universität verortete berufsbegleitende postgraduale Universitätslehrgang für Ausstellungstheorie und -praxis /ecm – educating/curating/managing startet seinen nächsten Durchgang im Oktober 2022. Nähere Informationen unter: https://www.ecm.ac.at/application/


Information und Kontakt

Abteilung
Zulassungsprüfung

Detaillierte Informationen zur Zulassungsprüfung

Schriftliche Bewerbungen können im Zeitraum 1.-30. Juli 2021 via https://application.uni-ak.ac.at eingereicht werden.
Orientierung
Studienbeginn
Abschluss
Beratung
Wegweiser