Im Rahmen der Lehrveranstaltung LIVING AND
NON-LIVING BODIES* – INTERVENTIONS IN PUBLIC SPACE von JOHANNA TINZL, Abteilung Ortsbezogene Kunst, und mit
kuratorischer Begleitung von CORNELIA OFFERGELD, KÖR Wien, haben sich Studierende mit dem Wandbild auseinandergesetzt und
künstlerische Beiträge entwickelt, die die ideologischen Voraussetzungen, deren toxische Auswirkungen auf die Gegenwart sowie
die Sinnhaftigkeit historischer Kontextualisierungen untersuchen.
JONATHAN DELLAGO
MATTHIAS
KÖCK
KONSTANTIN LEITNER
FREDERIC MAIER
ARINA NEKLJUDOVA
GALA ALICA OSTAN OŽBOLT
SISSI
PETUTSCHNIG
MICHAEL F. PLESSL
MIÑA TARILONTE RODRIGUEZ
MADELEINE R. WYNNE
Die
Konzeptionierungen der performativen und installativen Interventionen für das Wandbild sind gemeinsam mit den Forschungsergebnissen
der Kunsthistorikerinnen INGRID HOLZSCHUH und INGE PODBRECKY und des Historikers FLORIAN WENNINGER in einer Publikation zusammengefasst.
Das
Wandbild »Adel der Arbeit« an der Fassade des Hauses Operngasse 22-24 / Faulmanngasse 2 im 4. Wiener Gemeindebezirk wurde
als Auftragswerk der kommunalen NS-Verwaltung 1938 von dem Künstler Franz Kralicek realisiert. Das Haus selbst ist Teil eines
großen städtebaulichen Vorzeigeprojekts des Wiener Austrofaschismus (1933/34-1938): der Neubebauung der so genannten »Freihausgründe«.
LIVING
AND NON-LIVING BODIES* – INTERVENTIONS IN PUBLIC SPACE ist ein Kooperationsprojekt von KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien
und der Universität für angewandte Kunst Wien.
*
Elke Krasny verwendete diese Formulierung bei der Tagung »Marmor. Bronze. Verantwortung. Kolloquium für Veränderung am Lueger-Platz«,
am 7.11.2021 im Mumok in Wien.