PERFORMANCE Jakob Scheid
“Speaking without lips...” Sprechende Maschinen.
Präsentation und Vorführung
Jakob Scheid, Zwei Sprechmaschinen, Foto: Jakob Scheid
Im Rahmen der Ausstellung „Wenn der Wind weht“, eine Kooperation der Universität für angewandte
Kunst Wien und dem KUNST HAUS WIEN.
Unter dem Titel „Speaking without lips…“ präsentiert der Wiener Künstler
Jakob Scheid sein aktuelles Projekt: eine Schar von kleinen, mechanischen Sprechmaschinen. Scheid erläutert Hintergründe
und Motivation zu dieser Arbeit und erzählt über seine Inspirationsquellen.
Vor allem kommen
aber die Maschinen zu Wort: sie vertiefen sich in Zwiegespräche, schimpfen, sagen, was immer schon gesagt werden musste...
oder sie reden einfach aneinander vorbei. Was sie dabei äußern, bleibt unverständlich, denn die Sprechmaschinen reden in einer
Parasprache - etwa zwischen Kindergebrabbel und Wiener Lautpoesie. Die Maschinen besitzen keine Lippen, haben aber einen langen
Atem: Unbeirrt holen sie immer und immer wieder Luft und wiederholen ihre vorgefertigten Phrasen, kommen doch die Antworten
auch bloß von unbeirrbaren Maschinen.
„Speaking without lips…“ ist Scheids bislang letztes Projekt in einer Reihe
kinetischer Klangobjekte. Es entstanden expressive Lärmmaschinen, experimentelle Musikinstrumente, selbstspielende Klangmaschinen
und Remakes von historischen Musikautomaten (darunter auch die Sprechmaschine von Wolfgang von Kempelen). Die Arbeiten spielen
mit den Möglichkeiten der Audiovisualität, als musiktheatralischem Zusammenwirken von Klang und Bewegung. Sie kreisen um Fragen
der Lebendigkeit und nutzen dabei die Suggestivkraft mechanischer Bewegung und analoger Klangerzeugung.