Podiumsdiskussion mit Larissa
Förster (Zentrum Kulturgutverluste, Magdeburg/Berlin), Simon Inou (fresh Magazin, 3RRR: RESTITUTION, REHABILITATION, RECONCILIATION,
Wien), Anna Yeboah(Gesamtkoordinatorin der DEKOLONIALE, Berlin)
Moderation: Susanne Wernsing (freie
Kuratorin) und Vanessa Spanbauer (Journalistin und Historikerin), für das wissenschaftliche Projektteam am Technischen Museum
Wien
Intro: Martina Griesser-Stermscheg (/ecm-Leitungsteam und Technisches Museum Wien) Projektleitung
Endlich ist es soweit. Die internationalen Debatten zur Dekolonisierung von ethnologischen Sammlungen
werden allmählich auch auf Technikmuseen übertragen. Ausgangspunkt der Podiumsdiskussion mit Larissa Förster, Simon Inou und
Anna Yeboah ist ein Pilotprojekt am Technischen Museum Wien. Im Fokus stehen dabei Rohstoffe, Materialproben und Nahrungsmittel
kolonialen Ursprungs aus dem 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Sie sind wichtige Dokumente für die europäische Wirtschafts-,
Handels- und Wissensgeschichte, ermöglichen Rückschlüsse auf potenzielle Ausbeutungsverhältnisse und stehen exemplarisch für
Objekte aus kolonialem Kontext in europäischen Technikmuseen. Grundlage für das Projekt ist die Erarbeitung eines rassismuskritischen
Vokabulars und die Sensibilisierung im Umgang mit Zuschreibungen in der Objektdatenbank. Gemeinsam diskutieren wir Forschungsstrategien
an kolonialen Sammlungen, die Zusammenarbeit mit außerinstitutionellen Akteur_innen, die Vermittlung dekolonialer Erinnerungskultur
sowie Ziele und Anforderungen einer antirassistischen Institutionsentwicklung in öffentlichen Museen.
Eine
Kooperation des /ecm-Lehrgangs an der Universität für angewandte Kunst Wien mit dem Technischen Museum Wien im Rahmen des
2021 vom BMKOES geförderten Projektes „Objekte aus kolonialem Kontext in österreichischen Bundesmuseen“ und der „Decolonial
Summer School“ (30./31.8.2021) am Technischen Museum Wien
Für den Besuch der Veranstaltung ist bitte ein 3G-Nachweis mitzubringen!