Hauptpreis für Innovation und kritische Neuordnung für Haduwa
Art & Culture Institute
Hauptpreis für Innovation und kritische Neuordnung für Haduwa
Art & Culture Institute
Herzliche Glückwünsche und ein großes Dankeschön richtet der Rektor für angewandte
Kunst Wien, Gerald Bast, an das Team unter Leitung von Baerbel Mueller am Institut für Architektur an der Angewandten anlässlich
der Zuerkennung des Helmut Richter Gedächtnispreises. Mueller und das zehnköpfige Team aus Studierenden reüssierten mit ihrem
Projekt „Haduwa Arts & Culture Institute“ und wurden von der Jury einstimmig für den ersten Preis ausgewählt. „Einen Preis
für Innovation und kritische Neugestaltung zu erhalten, stellt eine besondere Auszeichnung dar. Umso mehr freue ich mich darüber,
dass er an dieses engagierte Team erging“, so Bast.
Das Siegerprojekt: Das Haduwa Arts & Culture Institute
ist ein Kunst- und Kulturzentrum, das innovative künstlerische Arbeitsweisen in Ghana fördern und einen identitätsstiftenden
Ort für sie schaffen soll. Die Erforschung des Bauplatzes und seines Kontextes sowie die Planung erfolgten nicht nur inter-
sondern auch transdisziplinär und berücksichtigen neben ästhetischen und konstruktiven Parametern, auch ökologische und kulturelle.
Das Ergebnis überzeugte in seiner eleganten Leichtigkeit und inspirierenden Erscheinung sowohl aus architektonischer als auch
ingenieurmäßiger Sicht. Bambus, ein vielverwendeter Naturbaustoff, wird in diesem Projekt in einfacher, traditioneller Bauweise
zu einem Schalentragwerk zusammengefügt und damit in eine neue geometrische Form gebracht. Die Realisierung erfolgte in Selbstbauweise
unter Mitwirkung der lokalen Bevölkerung und des Haduwa Arts & Culture Institutes.
Der im Jahre 2015 erstmals
von der Technischen Universität Wien (TU Wien) in Kooperation mit der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für
Wien, NÖ und Burgenland und Architektin Silja Tillner ausgelobte Preis hat als wesentliche Entscheidungskriterien den Innovationsgehalt
eines Projektes, eine zukunftsorientierte Haltung samt Überlegungen zu minimierter Konstruktion und Details, wie interdisziplinäre
Zusammenarbeit, im Fokus. Helmut Richter war Professor am Institut Hochbau II an der TU Wien von 1991 bis 2007. Richters
Lehre war geprägt von einem offenen Klima, dem Blick nach außen zu internationalen Strömungen, außergewöhnlichen Entwurfsprojekten
und gewagten Konstruktionen mit präziser Detaillierung sowie der Suche nach neuen Materialien. Seine vorbildgebende Haltung
soll durch diesen Preis gewürdigt werden.
Über den Hauptpreis in der Höhe von Euro 2.000,- freuen sich neben Baerbel
Mueller die Studierenden und AbsolventInnen Antonella Amesberger, Christian Car, Joseph Hofmarcher, Ilias Klis, Joana Lazarova,
Ewa Lenart, Iona Petkova, Philipp Reinsberg, Andrea Sachse und Jürgen Strohmayer.
Die Preisverleihung erfolgt
im Rahmen der Eröffnung der archdiploma 15 am 29. 10. 2015, 19 Uhr. Foto des Siegerprojektes zum Download: www.dieangewandte.at/presse.
Fotocredit: baerbel mueller
Mehr Info zum Preis: http://www.tuwien.ac.at/aktuelles/news_detail/article/9711/