TransArts – Marie Reichel: Undichte Dinge z.B.
Byeee (House with Garden), Kunstraum L201, 2024
Foto:
Alfred Lenz
TransArts - Transdisziplinäre Kunst
Marie Reichel’s
Vortrag „Undichte Dinge z.B.“ untersucht in einem Gedankenexperiment mediale Transformationsvorgänge von Skulpturalen Prozessen.
Ausgehend vom Konzept des Palimpsests – eines mehrfach beschriebenen und wieder abgeschabten Pergaments –, wird die Idee des
Glitch als produktiver Störung eingeführt.
Bei ihren medialen Übersetzungen entstehen
bewusst herbeigeführte Störungen, die neue Perspektiven eröffnen. Diese Übertragungen werden als Teil des skulpturalen Prozesses
betrachtet und können zusätzliche Erkenntnisse liefern. Reichel plädiert für ein erweitertes Verständnis skulpturaler Prozesse,
welches mediale Übersetzungen als produktiven Teil der künstlerischen Praxis einbezieht.
Marie Reichel
lebt und arbeitet als multidisziplinäre Künstlerin in Wien. Nach ihrer Ausbildung zur Grafikdesignerin studierte sie von 2012
bis 2017 transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien mit einem halbjährlichen Studienaufentahlt an der
Newcastle University. Während ihres Studiums co-kuratierte sie zusammen mit dem Künstler*innenkollektiv Ausstellungen im Artist-run-space
Argentinierstraße 4. Seit 2020 ist sie als Universitätsassistentin am Institut für Kunst und Gestaltung an der Technischen
Universität Wien tätig. 2024 ist sie im Zuge ihres Doktoratsstudium der Künsterlischen Forschung (PhD in Art) am Zentrum Fokus
Forschung an die Universität für angewandte Kunst Wien zurückgekehrt. Ihre Arbeiten sind Teil von Sammlungen wie der Artothek
der Republik Österreich, der Universität für angewandte Kunst Wien, der Sammlung EVN, den Landessammlungen Niederösterreich
und der Sammlung der Stadt Wien MA7.