Digital Occultism zeichnet die Geschichte der memetischen
Zirkulation nach und verortet sie in einer Genealogie okkulter Logiken. Sie wirkt als konstitutive Kraft, die tief in der
Technokultur verankert ist und die Art und Weise prägt, wie die Realität selbst erzeugt wird. Das Buch verfolgt die Entstehung
von Fiktionen von den frühen Internetkulturen bis hin zu zeitgenössischen Plattformumgebungen und untersucht, wie diese materielle
Realitäten hervorbringen, wie Politik als psychologische Kriegsführung fungiert und wie Wünsche durch algorithmisches Feedback
gesteuert werden. Im Nachwort führt uns Zach Blas durch die umgekehrte, ketzerische Vision von CULTUS in die Schattenseite
hinein und wieder heraus und macht dabei die darin wirksamen okkulten Erkenntnistheorien sichtbar.
Band #2 der
Reihe
multithread, die Texte über Online- und algorithmische
Landschaften versammelt, herausgegeben von Aksioma
Sophie Publig und
Mikkel
Rørbo, Weibel-Institut für Digitale Kulturen, Wien