Rosa Andraschek
und Anna Carina Roth erhalten den A⁴ – Austrian Art Alumni Award 2026
Preisträger*innen 2025 & 2026 mit Rektorin Ulrike Kuch © esel.at / Joana Pianka
22. September 2026
Zum zweiten Mal wurde am Montag, den
21. September 2026, der A⁴ – Austrian Art Alumni Award im Rahmen eines Festakts an sechs herausragende Absolvent*innen österreichischer
Kunstuniversitäten verliehen. Mit dem 2025 neu geschaffenen Award unterstützen das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft
und Forschung (BMFWF) und die sechs öffentlichen Kunstuniversitäten junge Künstler*innen beim Einstieg in ihre berufliche
künstlerische Praxis.
Die Auszeichnung ist mit einer zwölfmonatigen Förderung von jeweils 24.000
Euro verbunden. Sie ermöglicht den Preisträger*innen, ihre eingereichten künstlerischen Projekte im In- und Ausland umzusetzen
und ihre künstlerische Vision weiterzuentwickeln.
Zwei der sechs ausgezeichneten Künstler*innen sind Alumnae der
Universität für angewandte Kunst Wien:
Rosa Andraschek (Abteilung Ortsbezogene Kunst) erhält den
Award für Gras, auseinandergeschrieben. Das Projekt untersucht das ehemalige KZ-Außenlager Hirtenberg als verdrängten
Erinnerungsort. Mittels Drohnenaufnahmen, Soundarbeiten, Abgüssen und Druckverfahren werden historische Spuren gesichert und
in eine installative Arbeit überführt.
Anna Carina Roth (Abteilung Ortsbezogene Kunst) wird für
das Werkkomplex Sediments ausgezeichnet. Installation, Fotografie auf Keramik und analoger Film verhandeln ausgehend
von traditionellen Wasserversorgungssystemen in Kairo Fragen von Ressourcengerechtigkeit, Fürsorge und Gemeinschaft.
Die weiteren Preisträger*innen sind Lea Oltmanns (Universität Mozarteum Salzburg), Jooyoung
Chang (mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien), Magdalena Moser (Kunstuniversität
Graz) und Samira Fux (Akademie der bildenden Künste Wien).
Für den Austrian Art Alumni Award 2026
wurden insgesamt 88 Einreichungen eingebracht, die von einer neunköpfigen Jury bewertet wurden. Diese Jury, in der das Wissenschaftsministerium,
alle sechs Kunstuniversitäten sowie zwei unabhängige externe Expert*innen vertreten sind, würdigte insbesondere die hohe künstlerische
Qualität, die Eigenständigkeit der künstlerischen Positionen und die gesellschaftliche Relevanz der eingereichten Vorhaben.
Die ausgewählten Projekte setzen sich unter anderem mit Erinnerungskultur, Geschlechtergerechtigkeit, ländlichen Lebenswelten,
Ressourcenverteilung und zeitgenössischer Musik auseinander.