Erika Giovanna Klien (1900–1957) gilt als die bedeutendste
Vertreterin des Kinetismus, einer in der ersten Hälfte der 1920er-Jahre an der Wiener Kunstgewerbeschule entwickelten abstrakten
Stilrichtung, die auf die "rhythmische Existenz der Dinge" fokussierte. Komplexe Bewegungsabläufe fliegender Vögel, rotierender
Maschinen oder tanzender Körper verwandelten sich unter Kliens analytischem Blick in virtuose simultanistische Kompositionen.
Ab 1929 lebte die Künstlerin in New York und unterrichtete als visionäre Kunstpädagogin. Ihre Auseinandersetzung mit den kreativen
Schöpfungen von Kindern und ihre Begeisterung für indigene Kunst veränderten ihre Bildsprache nachhaltig. In den Jahren der
Great Depression und des Zweiten Weltkriegs traten soziale Fragen zusehends in den Vordergrund. Die Publikation
Erica
Giovanna Klien: Alles ist Bewegung, die begleitend zur gleichnamigen Ausstellung im Belvedere erscheint, fokussiert auf
Konstanten und Kontinuitäten im Oeuvre der tanz- und theateraffinen Künstlerin und präsentiert neueste Forschungsergebnisse
zu Leben und Werk.
Mit Beiträgen von Andrea Amort, Megan Brandow-Faller, Stefano Franchini, Verena Gamper,
Bernhard Leitner, Veronica Liotti, Marietta Mautner Markhof, Cosima Rainer und Stella Rollig.
Stella
Rollig und
Verena Gamper, Belvedere, Wien
Cosima Rainer, Kunstsammlung
und Archiv, Universität für angewandte Kunst Wien
Stefano Franchini, Istituto Italiano di
Studi Germanici, Rom
Eine Publikation des Belvedere, Wien, in Zusammenarbeit mit der Universität für angewandte
Kunst Wien und dem Istituto Italiano di Studi Germanici, Rom.
AUSSTELLUNG
Erica
Giovanna Klien: Alles ist Bewegung
18. September 2026 bis 31. Januar 2027
Eröffnung: Donnerstag, 17. September
2026 – 19 Uhr
Unteres Belvedere, Wien
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