In seinem Dokumentarfilm
Muss das Pferd auch arbeiten? begleitet Leonhard Pill seine Schwester
Valeria, eine Wanderschäferin, deren Alltag durch und durch von ihrer Arbeit bestimmt wird. In ruhigen, präzisen Bildern
entsteht das Porträt einer Frau, die von der Geburt der Lämmer bis zur Schlachtung der Tiere alle Bereiche ihres Berufs selbst
verantwortet und damit in krassem Widerspruch zu den Existenzentwürfen ihrer beiden Geschwister und einer schnelllebigen und
digitalisierten Welt lebt. Ohne die Schäferei zu romantisieren oder zu entzaubern, lotet der Film die Distanz und Annäherung
zwischen unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten aus.
Die Premiere findet im Stadtkino Wien statt.
Weitere
Termine sind auf der Website zu entnehmen.Leonhard Thomas Pill wird 1987 an der Isar geboren.
Er lebt und arbeitet als Filmemacher
und Klangafficionado zwischen Donau und Donaukanal. Zusammen mit der Death Metal
Band Over Your Threshold spielt er ein Album ein, das 2012 auf Metal Blade Records
international erscheint. Nach dem
Psychologiestudium an der Salzach werden erste Filme
auf dem Crossing Europe Filmfestival 2020 und im Österreichischen
Kulturforum Belgrad
2021 gezeigt. In seinen Arbeiten setzt er sich mit (Wahl)Familie, Leistung und „Defekt“,
Turbokapitalismus
und Stillstand, Wasser und Nahrung auseinander. 2021 erhält er ein
Startstipendium für Filmkunst des Bundesministeriums
für Kunst und Kultur sowie das
Jahresstipendium des Landes Salzburg für Film.