Stellungnahme
der Universität für angewandte Kunst Wien zu den geplanten Kürzungen des Budgets der österreichischen Universitäten
Universität für angewandte Kunst Wien warnt vor massiven Folgen geplanter Budgetkürzungen
21.05.2026
Die Universität für angewandte Kunst
Wien zeigt sich angesichts der angekündigten Kürzungen der Universitätenfinanzierung für die Leistungsvereinbarungsperiode
2028–2030 zutiefst besorgt. Die im Rahmen der Budgetverhandlungen zwischen dem Bundesministerium für Finanzen und dem Bundesministerium
für Frauen, Wissenschaft und Forschung geplante Reduktion der Hochschulfinanzierung würde die österreichischen Universitäten
nachhaltig schwächen.
Die vorgesehene Finanzierung von 15,5 Milliarden Euro bedeutet nicht nur ein Minus
gegenüber der bisherigen Ausgangsbasis, sondern liegt deutlich unter dem tatsächlichen Bedarf der Universitäten. Die Folgen
wären gravierend: Verschlechterungen der Betreuungsverhältnisse, Einschränkungen in Forschung und Lehre sowie strukturelle
Einsparungen, die Mitarbeitende und Studierende unmittelbar in ihren Lebenswirklichkeiten betreffen.
Auch die Universität
für angewandte Kunst Wien würde diese Kürzung deutlich spüren. „In Zeiten zunehmender Wissenschaftsfeindlichkeit bedeutet
das Sparen an Universitäten auch ein Sparen an kritischem Denken und an gesellschaftlicher Zukunftsfähigkeit“, betont Rektorin
Ulrike Kuch. „Die Angewandte sieht ihre besondere Aufgabe darin, Räume für kritische Reflexion, gesellschaftliche Gestaltung
und transdisziplinäre Forschung zu öffnen, und damit zur gedeihlichen Entwicklung der Gesellschaft beizutragen. Die angekündigten
Einsparungen würden diese zukunftsrelevante Aufgabe massiv erschweren.“
Die Angewandte bekennt sich zu ihrer gesellschaftspolitischen
Verantwortung und versteht die Notwendigkeit budgetärer Konsolidierung in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Gleichzeitig
weisen wir darauf hin, dass Kürzungen im Bildungs- und Wissenschaftsbereich langfristige Schäden verursachen – insbesondere
dort, wo gerechter Zugang zu Bildung, kulturelle Teilhabe und Innovationen in Kunst und Forschung betroffen sind. Die Auswirkungen
der Kürzung überschreiten den Universitätssektor und ziehen gesamtgesellschaftlich gravierend negative Folgen nach sich.
Die Angewandte unterstützt daher die von der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) organisierte Demonstration
am 27. Mai 2026 in Wien und fordert die politischen Entscheidungsträger*innen auf, die geplanten Kürzungen zurückzunehmen.
Ulrike Kuch
Rektorin der Universität für angewandte Kunst Wien
für das Rektorat
Hildegund Amanshauser
Vorsitzende des Universitätsratsder Universität für angewandte Kunst Wien
für den Universitätsrat
Petra Gruber
Vorsitzende des Senats der Universität für angewandte Kunst
Wien
für den Senat
Kevin Stadler
Vorsitzender der Hochschüler*innenschaft an der Universität
für angewandte Kunst Wien
für die Hochschüler*innenschaft