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Ferdinand Schmatz

 
Dichter und Essayist, lebt in Wien. Studium der Germanistik und Philosophie, 1983-1985 Lektor in Tokyo. Herausgeber des Nachlasses von Reinhard Priessnitz. 1995-1996 Juror beim Bachmann Wettbewerb. Autorenlabor (1994) und Wiener Vorlesungen zur Literatur(2002 -2003) in der Alten Schmiede in Wien, zahlreiche Lesungen, Symposien und Veröffentlichungen im In-und Ausland und dortigen Zeitschriften. 1999 Christine Lavant Lyrik-Preis, Österreichischer Förderungs-Staatspreis für Literatur 2001, Buch.Preis der Arbeiterkammer OÖ 2002 Anton Wildgans Preis 2002. Georg Trakl-Preis 2004.

Lehrtätigkeiten in Tokyo an der Nihon-Universität, an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz und an der Universität für angewandte Kunst in Wien seit 1988 (u.a. außerhalb der Bühnenbildklasse: ?Schrift und Buch?, Klasse Prof. Peter Weibel, ?Poetik und Kunst im 20,Jahrhundert?, Philosophie Prof. Rudolf Burger, ?Visualität und Sprache?, Klasse Prof. Kowanz))

Veröffentlichungen Lyrik:

  • der (ge)dichte lauf. (1981)
  • die wolke und die uhr. gedicht. (1986)
  • speise gedichte. (1992)
  • dschungel allfach. prosa gedicht. (1996)
  • das grosse babel,n. (1999)
  • tokyo, echo oder wir bauen den schacht zu babel, weiter Haymon-Verlag, Innsbruck 2004
Veröffentlichungen Prosa, Essay:
  • Sinn & Sinne. Wiener Gruppe, Wiener Aktionismus und andere Wegbereiter (1992)
  • SPRACHE MACHT GEWALT (1994)
  • Farbenlehre (m. Heimo Zobernig 1995)
  • maler als stifter. Poetische Texte zur bildenden Kunst (1997)
  • Radikale Interpretation. Aufsätze zur Dichtung (1998)
  • portierisch. Roman (2001)
Hörspiele:

  • Stück für Küchenradio, ORF 1990
  • Lexikon der Kunst 92. Zusammen mit Heimo Zobernig. ORF 1992.
  • Froschkönig oder Derjenige, der mich auffindet. ORF 1994.
  • Tod oder Leben oder Die Katze im Bauch des Fliegers. ORF/Bayerischer Rundfunk 1998.
  • Felicitas Leitner klärt einen Mord im Schnee. ORF/Bayerischer Rundfunk 2001.
  • Felicitas Leitner und der verlorene Rettungsring. ORF/Bayerischer Rundfunk 2004.
Theater:

  • Zuviel und zu wenig. Stück (gemeinsam mit Beatrix Sunkovsky) Schauspielfrankfurt / Kleines Haus. Uraufführung 16.Juni 2004

zu den Lehrveranstaltungen

zur Zielsetzung und Lerninhalten:

Darstellung von Kunst Poetik und Dramatheorie / Hinführung auf gegenwärtige Schreibweisen und ästhetische Umsetzungen im Bereich der Gegenwartsliteratur, vorwiegend des Gegenwartstheaters und der Gegenwartskunst, auch hinsichtlich Film und Video / Unterstützende Analyse aktueller dichterischer und künstlerischer Praxis zur Auseinandersetzung und Klarlegung eigener künstlerischer Einsichten

zur Lehrveranstaltung:

Im Wechsel von Vortrag, Lesung, Diskussion, Referat und Gespräch werden in kommunikativ freier Weise (unter Miteinbeziehung verschiedener medialer Formen - Video, Film, Computer etc. - ) die wichtigsten gegenwärtigen und historischen, aber auch die in der konventionellen Kanonbildung übergangenen und ?vergessenen? Positionen künstlerischer und dichterischer Hervorbringung erarbeitet.

Einzeluntersuchungen ergänzen sich mit Epochentendenzen zu einer stets auf eigene Erfahrung ausgerichteten Stofferfassung, die den Umgang mit Traditionen nicht scheut, sondern ihn kritisch zu prüfen und dynamisch zu erweitern sucht.

Im Mittelpunkt stehen nicht nur der ?klassische? Kanon, sondern auch die exponierten, am Rande des herkömmlichen Kunstbegriffs sich bewegenden Strömungen, Gruppierungen und individuellen Praktiken.

Vor allem unter dem Blickwinkel textlicher und sozialästhetischer Ausrichtung wird der Zusammenhang und die Differenz von Literatur und Gesellschaft in Bezug auf eigene Produktionsbedingungen erläutert und möglicherweise umbestimmt.

Das Feld (Wo wir tätig sind):

Wir machen uns ein Bild von uns - anhand eines Bildes, diesmal eins von Tschechow. Wir machen zu seinem Werk Werk-Stücke, bringen in Stückwerken Bühnen hervor, und ein Bild auch. Wir stellen diese Bühnen auf, und einiges an Dingen darauf, nur nicht ab. Wir nehmen auch auf: seine Bilder, seine Wörter, und uns nehmen wir auf, zeigend dann, was wir daran verstehen, durch Sehen, Hören, Sprechen - das bilden wir ab. Handfertig werden aus Holz, Blech, Plexi und anderen Kunststoffen Stoffe der Kunst ? der wir uns annähern in verschiedenen Formen. Der Rock des Materials steht uns dabei genauso so nahe wie das Hemd der Idee:

Wir reisen - dem Autor nach, dem Werk nach: durch das Foto durch ein Bild. Der Lauf des Lebens wird zum bewegten Bild - der Vorlage, und zu dem der Klasse (klassen los). Kamera und Video sind uns als Objektiva nicht fremd. Um das Stück herum kreist ihr Auge Richtung Literatur, Philosophie, Dramaturgie ? daraus speist sich die gegenwärtige Arbeit zur Vergangenheit des Stoffes, der in die Zukunft drängt. Die Arbeit ist viel,fältig. Wir setzen diverse Medien ein, das Bühnenbild ist auch virtuell einen Versuch wert. Überhaupt: Versuchen und Versuch, Verlangen nach und Probieren ob ? so läuft

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