Vortragsreihe "Kunst - Forschung - Geschlecht"

 
Julia Pennauer

Call Me Mother! Konfigurationen von Drag, Gender und Marginalität in Camp Diskursen.
 
Mittwoch, 14. April 2021
18:00 - 20:00 Uhr

Anmeldung erforderlich!
Studierende der Angewandten melden sich bitte über die BASE an um alle relevanten Informationen zu erhalten. Andere Interessierte melden sich bitte über gender@uni-ak.ac.at an, wir geben den Vorlesungslink dann gerne weite


Ohne Titel, 2021
Foto: Julia Pennauer

Camp bezeichnet eine geheime subkulturelle Performance- und Verständigungspraxis. Theatraler und dekorativer Exzess wird mit oppositionellen Bedeutungen und verbotenen Begehren aufgeladen. Durch Susan Sontag wurde der Begriff als "Erfahrungsweise" popularisiert, doch auch seine lang zurückreichende Verwandtschaft mit Drag-Praktiken scheint angesichts aktueller, medialer Drag-Konjunkturen beachtenswert.
Camp verknüpft (glamouröse) Maskeraden mit normativ "falschen" Objekten, Begehren, Körpern oder illustriert mit verworfenen Stilen marginalisierte Erfahrung und Stigma. Camp ist außerdem lustig.
Camp-Praxis, ihre Kontinuität in Queer Culture, ihre Darstellungen verfemter, brüchiger Frauen*-Figuren, wie auch ihre prägenden Aktualisierungen in PoC-Subkulturen, ist Gegenstand komplexer intersektionaler Debatten und Fragestellungen: Welche Körperbilder, Spiel- und Wissens-Formen werden in Camp-Styles aufgeführt, werden reproduziert oder neuverhandelt?
Nach einem Überblick über das Diskursfeld fokussiert der Vortrag die historischen Verflechtungen von Camp, Drag und "Effeminacy".  Dabei wird das Verhältnis des "Effeminierten" und Non-/Binären in Camp Räumen diskutiert.

Julia Pennauer ist Kunst- und Kulturwissenschaftlerin mit queer-feministischem Schwerpunkt und an diversen Hochschulen als Lektorin tätig.






Leitung und Ansprechperson für Genderangelegenheiten
Mag.a Doris Löffler
Erreichbarkeit: Ferstel-Trakt