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Hubin, Andrea Univ.-Lekt. Mag.

title
Brutalität, ihre Sprache, ihre Foren
type
series of events
keywords
Transdisciplinary Art
texts
description
Der Workshop im Kontext der Ausstellung "Beton" (Kunsthalle Wien), gleichzeitig Projektbeitrag zur WIENWOCHE 2016 „Forever Together“. <br> Ankündigungstext: "Es gibt einen Stil in der Architektur, der sich Brutalismus nennt. Das hat weniger mit dem „brutalen“ Aussehen der Betongebäude zu tun als mit dem französischen Wort für rohen Beton („béton brut“). Betonarchitektur wollte einerseits ein Bauen für neue Formen der Gemeinschaft sein, sie wird andererseits aber von vielen als hässlich abgelehnt. Durch diesen Mix an Bedeutungen ist brutalistische Architektur ein guter Ausgangspunkt für ein Nachdenken darüber, was gegenwärtig als „brutal“ gilt. Wir wollen uns fragen, wer, aus welchem Blickwinkel wen und was als „brutal“ bezeichnet, was damit für Assoziationen verbunden sind und welche gesellschaftlichen Frontstellungen sich darin wiederfinden. Die Brutalität sexistischer Hasspostings und rechter Hetze in sozialen Medien wird etwa oft als Ausdruck von Dummheit und mangelnder Bildung kommentiert. An „brutal“ knüpft sich dabei die Vorstellung von Rohheit und fehlender (Gesprächs-)Kultur. Gibt es auch Situationen, in denen eine unverblümte Sprache als Rebellion gegen gesellschaftliche Verdrängung, sei es ins Unbewusste oder ins Abseits, verstanden werden kann? Ist das Konzept der Kultivierung, die aus Rohlingen zivilisierte Menschen machen soll, nicht selbst geprägt von einer gewaltvollen Geschichte? Wie können wir über Brutalität reden, ohne ein System der Aufteilung in Gut und Böse, zivilisiert und primitiv, Menschen und Andere zu reproduzieren? "
contributors
Andrea Hubin
director/administrator
date, time and location
date
2016-09-18
location
Wien (Österreich)
location description
Kunsthalle Wien
URL