Teachers and Employees

Bruckmann, Marcus Sen.Art. Mag. art.

title
Sensorische Integration und der Werkstoff Luft
subtitle
Interdisziplinäre / projektorientierte Lehrtätigkeit
type
teaching
keywords
Design (Fine Arts)
texts
description
In der Arbeit mit Kindern kommt im Kindergarten eine Vielzahl an Materialien und Geräten zur Anwendung, die alle unterschiedliche Aspekte des Spielens und Lernens abdecken. Vor allem im Bereich der Sensorischen Integration werden Materialien mit sehr spezifischen Qualitäten verwendet. Damit sollen diesbezügliche Defizite sowohl verhindert, als auch erkannt und behandelt werden. Ziel ist es, die Kinder möglichst breit in ihrer Entwicklung zu fördern. Relativ selten kommt dabei der „Werkstoff Luft“ zum Einsatz. Dabei bieten aufblasbare Objekte aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften einiges an Erfahrungsmöglichkeiten – sie sind voluminös und doch leicht, physisch präsent und gleichzeitig nachgiebig. Was die Hülle betrifft reicht das optische Spektrum von transparent bis opak, von dezent bis bunt, und auch die haptischen Qualitäten sind breit gefächert. Aber auch aus ganz pragmatischen Gründen haben aufblasbare Arbeits- und Spielgeräte einige Vorteile. Sie eignen sich zum Beispiel besonders für die temporäre Verwendung. Werden sie gerade nicht gebraucht, kann man einfach die Luft auslassen. So kann ein gerade noch großer Körper in einer Schachtel verstaut werden. Vertraut sind Kindern luftgefüllte Objekte zum Beispiel als Planschbecken und Schwimmflügerl, als Wasserball und Schwimmreifen, als Luftmatratze oder in Form von Hüpfburgen. Alle diese in Massenproduktion hergestellten Artikel zeichnen sich durch eine entsprechende Ästhetik aus, Verwendung finden sie vor allem bei Freizeitvergnügen. Wie sieht es aber mit ihrem didaktischen Potenzial aus? Kann der in Form gebrachte „Werkstoff Luft“ etwa besonders im Bereich der Sensorischen Integration genutzt werden? Welche haptischen Eigenschaften sind hier besonders förderlich? Gibt es Aspekte der Sensorischen Integration, die mit solchen Objekten besonders gut und Sinn-voll gefördert werden können? Diesen Fragen möchten wir uns mit dem Forschungsprojekt „Sensorische Integration und der Werkstoff Luft“ widmen. In enger Kooperation zwischen Kindergarten und Universität sollen konkrete Objekte entworfen und unmittelbar umgesetzt und angewendet werden. Durch das Zusammenwirken dieser beiden unterschiedlichen Institutionen des Bildungsspektrums soll ein Wissenstransfer in zwei Richtungen stattfinden und genutzt werden: - Vom Kindergarten wird sowohl theoretisches pädagogisches Wissen (Schwerpunkt Sensorische Integration), als auch unmittelbare Anwendungskompetenz in das Projekt eingebracht. Denn die Sonderpädagoginnen des Kindergartens Mittelgasse können zum einen konkret darstellen, welcher Bedarf in der Arbeit mit den Kindern besteht. Zum anderen können sie die Studierenden in deren Überlegungen und Entwurfsprozessen unterstützen, wenn es um die Brauchbarkeit und Anwendbarkeit der Objekte im Kindergartenalltag geht. - Von der Universität für angewandte Kunst/ Abteilung für Industrial Design wird Design-Kompetenz beigesteuert. Die an der Kooperation beteiligten Studierenden und Lehrenden der Abteilung bringen ein Semester lang ihre entwerferischen Fähigkeiten ein. Zusätzlich wird die technologische Kompetenz im Bereich der Kunststoffverarbeitung beigetragen, die an der Abteilung für Design verankert ist. Von dem durch die Kooperation entstehenden Wissenstransfer sollen sowohl die Kindergarten-PädagogInnen, als auch die Studierenden profitieren. Vor allem aber sollen im Zuge des Forschungsprojektes Objekte entwickelt und realisiert werden, die besonders der Sensorischen Integration dienlich sind und für die Kinder im Kindergarten ein bislang wenig beachtetes Feld erschließen. Ursula Klein, 2015
Lecturers
Marcus Bruckmann, Ursula Klein
contributors
Stadt Wien; MA 10; Kindergarten Mittelgasse; GSIÖ
partner institution
date, time and location
date
2015-02-04 – 2015-11-27