Teachers and Employees

Kräftner, Bernd Sen.Lect. Dr.

Ausstellungen / Aufführungen
Dass der Mensch das Maß aller Dinge sei - dieser Homo-mensura-Satz - ist uns allen vertraut. Doch was heißt das überhaupt: der Mensch - im Gegensatz zu den Menschen und einem Mensch? Sätze wie „der Mensch ist...“ bleiben in Bezug auf einen Menschen leer. Dennoch kann die jeweilige Konzeption des Menschen das Leben eines Menschen „maßgeblich“ beeinflussen: pränatales Leben, Schwerstbehinderung und Leben im Koma sind Beispiele für jenes Leben an der Grenze des Menschlichen. Wie wird Maß angelegt? Ich tanze die zirkuläre Notlage der doppelten Kontingenz oder: „Unterm Strich zählt nur der Mensch“ Die Arbeit zeigt die Durchführung eines neuropsychologischen „Mess“-verfahrens, bei dem der/die Tester/in gemeinsam mit dem/der Patient/in Teil der Versuchsanordnung ist. Es geht um den Akt des Messens an der Form des Menschlichen nach der Formkatastrophe (Fuchs, P. 2007). Es geht um das Messen von Bewusstsein bei Menschen mit apallischem Syndrom (Wachkoma). Bewusstsein (Geist) ist ein Leitmotiv in der Beschreibung des Menschen. Doch wie kann man diese „non-entity“ (James, W. 1904) messen? Soll dies überhaupt geschehen? Sage mir wie und was du misst und ich sage dir wer du bist. Technik Zeitrafferfotografie, Video
Bezeichnung der Präsentation: Paraflows08: Ich tanze die zirkuläre Notlage der doppelten Kontingenz
Art der Präsentation: Gruppenausstellung
Präsentationsort: Flakturm, Wien (Österreich)
Zeitraum: 11.09.2008 bis 24.10.2008