Künstlerische Interventionen im »Tröpferlbad«

Einreichfrist: 05. Oktober 2020
Bezirksmuseum Wieden in Kooperation mit der Stabstelle Bezirksmuseen am Wien Museum
 
In der Klagbaumgasse 4 im vierten Bezirk befand sich von 1892 bis 1977 ein öffentliches Brausebad, umgangssprachlich Tröpferlbad genannt. In einer Zeit, in der die meisten Wohnungen noch keine eigenen Bäder hatten, war der Gang zum Tröpferlbad Bestandteil des Alltags vieler Menschen, aber auch zentrales Thema sozialreformerischer Gesundheitspolitik. Seit 1978 werden Teile des Gebäudes vom Bezirksmuseum Wieden genutzt. Während die meisten Räume im Rahmen einer Renovierung für eine museale Nutzung umgestaltet wurden, blieb im 1. Stock der originale Duschraum für Männer erhalten.
Darin plant das Bezirksmuseum Wieden gemeinsam mit der Stabstelle Bezirksmuseen des Wien Museums eine Ausstellung zum Thema Tröpferlbäder und Hygiene in Wien. Das interdisziplinäre Ausstellungsteam besteht aus Gestalterinnen aus den Bereichen Bildende Kunst, Szenografie, Architektur und Mediengestaltung sowie ehrenamtlichen und angestellten Museumsmitarbeiter*innen. Im Zuge des Projekts wird der zurzeit als Depot und Ausstellungsfläche genutzte Raum ausgeräumt und ausgemalt.
 
Die Intervention
Die Phase des Leerstands und der Neuorientierung möchten wir für eine Öffnung des Museums nutzen – und damit Raum für künstlerische Positionen zur Architektur und Geschichte des Ortes in einem regionalhistorisch ausgerichteten Museum schaffen. Der Call richtet sich dezidiert an Studierende der Bildenden und Darstellenden Künste aller Fachsemester, die eine ortsspezifische Arbeit entwickeln möchten.
 
Wie funktioniert’s?
Am 13. Oktober 2020 findet eine Ortsbegehung mit 3-stündigem Einführungsworkshop statt. Diese Veranstaltung ist verpflichtend, wenn ihr an der Auswahl teilnehmen wollt. Es wird einerseits inhaltliche Beiträge zum Tröpferlbad sowie dem Bezirksmuseum Wieden und seiner Sammlung geben, andererseits auch Input zum Museum als Berufsfeld für Künstler*innen sowie zu szenografischer Arbeit. Hier gibt es auch die Möglichkeit, sich kennenzulernen und Teams zu bilden.
Da wir die Teilnehmer*innenzahl begrenzen müssen, bitten wir euch, euch mit einer kurzen Angabe zu eurer Person sowie eures Interesses bis 5. Oktober 2020 für den Workshop anzumelden (siehe Zeitplan). Wer danach eine Intervention durchführen möchte, kann ein Kurzexposé einreichen. Es werden 3-5 Arbeiten ausgewählt. Dabei achten wir auf die Streuung künstlerischer Arbeitsweisen und Medien. Zudem ist es uns ein Anliegen, im Auswahlprozess keine institutionellen Diskriminierungen zu reproduzieren, sondern vielmehr insbesondere von Sexismus, Rassismus und Ableismus betroffene Personen zu fördern. Während der Produktionsphase betreut die Szenografin Susanne Quehenberger bei Bedarf die Arbeiten.
 
Aufwandsentschädigung
Derzeit sind verschiedene Fördergelder für Materialgeld (250,- pro Projekt) wie auch eine Aufwandsentschädigung (500,- pro Projekt) beantragt. Genaueres wird beim Einführungsworkshop bekannt gegeben.
 
Zeitplan
 
5. Oktober 2020: Deadline für die Anmeldung zum Kick-off-Workshop

Bitte macht bei eurer Anmeldung eine kurze Angabe zu eurer Person (Studienfach, Interessensschwerpunkte), so dass wir diese bei Auswahl der Teilnehmer*innen berücksichtigen können. Leider müssen wir die Teilnehmer*innenanzahl auf maximal 20 Studierende begrenzen. Die Zu- bzw. Absage eurer Teilnahme sowie die Übermittlung weiterer Informationen erfolgt am 7. Oktober 2020 per Mail.
 
13. Oktober 2020: Kick-off-Workshop im Bezirksmuseum (und/oder Zoom)
3-stündiger obligatorischer Einführungsworkshop mit Ortsbegehung. Die Veranstaltung wird je nach aktueller
Corona-Situation den Bedingungen angepasst. Etwaige Änderungen werden so früh wie möglich
kommuniziert.
 
22. Oktober 2020: Deadline für Kurzexposées der künstlerischen Vorhaben
Per Mail an Alina Strmljan: alina.strmljan@wienmuseum.at
 
29. Oktober 2020: Auswahl der Arbeiten, Benachrichtigung über Zu- oder Absage
 
30. Oktober 2020 bis 25. November: Künstlerische Arbeitsphase
 
26. November 2020 bis 17. Dezember 2020: Eröffnung
Ob wir die entstandenen künstlerischen Interventionen alle gleichzeitig eröffnen oder auf drei bis vier
Veranstaltungen aufteilen, ist sowohl von den künstlerischen Arbeitsweisen als auch der coronabedingten
Situation abhängig und erfolgt in Abstimmung mit allen Beteiligten.
 
Kontakt bei Fragen und für weitere Informationen zum Projekt
Alina Strmljan
+43 650 3242324
 
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