Lehrende und MitarbeiterInnen

Kitzberger, Stefanie Sen.Sc. Mag.phil.

Titel
Fallstudie I: Sowjetische Avantgarde der 1920er
Typ
Lehrtätigkeit
Texte
In der Fallstudie werden wir uns mit künstlerischen Arbeiten der russischen Moderne auseinandersetzen, die in vielfältiger Weise daran arbeiten, keine ‚Kunst‘ im herkömmlichen Sinn mehr zu sein. Was damit gemeint ist, was diesen Anspruch (politisch) motiviert und mit welchen Mitteln Künstler/innen diese Überschreitung zu realisieren versuchten, werden wir anhand von ausgewählten Positionen der sowjetischen Avantgarde der 1920er (darunter Kazimir Malevič, Vladimir Tatlin, Varvara Stepanova, Aleksandr Rodčenko, Ėl' Lissickij, Valentina Kulagina, Gustav Klucis, Dziga Vertov, Sergej Ėjzenštejn und Aleksandr Dejneka) näher untersuchen. Im Mittelpunkt der Lehrveranstaltung steht die gemeinsame Entwicklung von Modellen präziser, vollständiger und gut geordneter Werkanalysen, die diesen Horizont zu berücksichtigen vermögen. Im Seminar gehen wir dafür den bildkritischen Annahmen und Strategien der Künstler/innen ebenso nach wie den von ihnen theoretisierten und realisierten alternativen künstlerischen Verfahrensweisen in ‚neuen Medien‘ wie Gebrauchsobjekten, Plakaten, Fotografien und Film. Wir betrachten außerdem verschiedene Versuche der Umarbeitung der Kunst von einer gesellschaftlich autonomen Praxis hin zu einer künstlerischen Produktion, für die nicht nur die Rolle der Künstler/in und der Ort ihrer Handlungen neu konzipiert werden, sondern auch das Verhältnis von deren Produkten zum Publikum. Um die Tragweite dieser Verschiebungen historisch einordnen zu können, werden wir unsere Analysen an den Kontext der russischen Revolution zurückbinden, genauer, an die sozialpolitischen, technologischen und ökonomischen Verhältnisse der jungen Sowjetunion nach dem Bürgerkrieg als einer spezifischen Phase der Revolution.
Vortragende
Stefanie Kitzberger
Datum, Zeit und Ort
Datum
2019-10-01 – 2020-01-31
Ort
Universität Wien, Wien, Österreich
URL