Lehrende und MitarbeiterInnen

Bettel, Florian Sen.Sc. DI Dr.phil.

Vorträge
In Rückgriff auf den von Henri Lefèbvre (1968) formulierten Anspruch auf die Teilhabe der städtischen Bewohner_innen an ihrer Stadt formierten sich in den letzten Jahren unterschiedlichste Protestbewegungen – von Sexarbeiter_innen in Madrid, die sich gegen Vertreibung aus ihrem Viertel wehrten bis hin zu Künstler_innen in Hamburg, die durch Hausbesetzungen im „Gängeviertel“ Investorenpläne durchkreuzten. Die Recht auf Stadt-Kampagne funktioniert als Forderung, über die sich Bürger_innen verschiedener politischer, sozio-ökonomischer und kultureller Hintergründe in der Verteilungsgerechtigkeits-Debatte der Stadt mobilisierten (Bettel/Zobl 2013). Bei der Besetzung öffentlicher Räume durch Recht auf Stadt-Bewegungen waren Örtlichkeiten politischer und gesellschaftlicher Diskurse, wie dies u.a. Stadtmuseen sind, jedoch wenig relevant. In Analogie zu diesen jüngsten urbanen Protestbewegungen fragt die vorliegende Projektskizze, wie das bislang nicht erhobene Recht auf Museum künstlerisch artikuliert und die Verhandlung von Stadtmuseen und ihren Öffentlichkeiten befördert werden kann. Oder anders, praxisbezogen formuliert: Wie können künstlerische Methoden die Einbeziehung heterogener Publikumsschichten ermöglichen und Bewohner_innen dazu ermächtigen, aktiv an ihrer Stadt und ihrem Museum mitzuarbeiten – und damit ihrem Recht auf Museum Ausdruck verleihen? Die vorliegende Projektskizze basiert auf dem beim österreichischen Forschungsfond (FWF) eingereichten Projekt "Recht auf Stadt! Recht auf Museum!", das der Autor im Frühjahr 2014 gemeinsam mit Luise Reitstätter und Günther Friesinger entwickelt hat.
Titel der Veranstaltung: Arts and Science in Motion – Wissenschaft und Kunst in Bewegung
VeranstalterIn: Volkswagen Stiftung
Titel des Vortrags: Bewegte Stadt! Bewegtes Museum! (selected presenter)
Zeitraum: 05.10.2014 bis 10.10.2014
Link: http://artsandscienceinmotion.wordpress.com