Lehrende und MitarbeiterInnen

Mateus-Berr, Ruth Univ.-Prof. Dr. phil. Mag. art.

Titel
Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds: 5-Sinne Call
Typ
Preis
Schlagwörter
Bildende Kunst, Erziehungswissenschaften, Kulturgeschichte, Kunstpädagogik, Fachdidaktik
Texte
Beschreibung
Haptic and Olfactory Design – Resources for Vienna’s Creative Industries Projektleiterin: Madalina Diaconu Universität Wien, Institut für Philosophie Beteiligte: Mag. Marcel Lukas Vosicky, Univ. Prof. Dr. Gerhard Buchbauer, Vass Mag. Dr. Eva Heuberger, Mag. Sandra Theresia Weber, Univ. Prof. James Skone, Vass Mag. Dr. Ruth Mateus-Berr, Mag. Marie Louise Oschatz Die Stadt ist ein multipler sensorieller Lebensraum, der alle Sinne anspricht. Mit zwei dieser Sinne, dem Geruchssinn und dem Tastsinn, wird sich ab 2007 ein interdisziplinäres Forschungs-team von Kunstphilosophen, Chemikern, Botanikern, Designern und Kunstpädagogen von mehreren Wiener Universitäten im Rahmen eines vom WWTF geförderten Forschungsprojekts „Tast- und Duftdesign: Ressourcen für die Creative Industries in Wien“ befassen. Am Beispiel ausgewählter Wiener Parks und Gärten, des öffent-lichen Verkehrs, von Kaffeehäusern, öffentlichen Plätzen, Antiquitätenläden und Spielplätzen wird das Forschungsteam mit unterschiedlichen Methoden untersuchen, welche Gerüche und Tastmaterialien die spezifischen Sinneslandschaften Wiens ausmachen und wie sie von der Wiener Stadtbevölkerung bewertet werden. Das Projekt wird von den Initiatoren als ein Beitrag zum „5D-Design“ bzw. zum holistischen Design betrachtet, der durch konkrete Analysen erforschen wird, wo Architekten, Stadtplaner, Gartengestalter und Designer eingreifen können und welche Erwartungen an und in Wien für ein elaboriertes Tast- und Duftdesign bestehen. Düfte und Materialien sind Qualitäten, die zumeist unbemerkt bleiben, uns aber an einen Ort binden oder die Erinnerung an eine Stadt nachhaltig prägen. Jahreszeiten, Räume und Feiern sind stets mit Gerüchen verbunden: der Flieder im Mai, der Würstelstand, die Weihnachtsmärkte, der Kaffee- und Tortengeruch in den Cafés, sogar die Pferdeäpfel der Wiener Fiaker oder der Malzgeruch der Brauerei in Ottakring bilden alle ein olfaktori-sches Stadtporträt, das kaum je Eingang in touristische Prospek-te findet. Die Atmosphäre – oder wortwörtlich das „Flair“ – der Stadt Wien ist auch diesen Gerüchen zu verdanken. Allerdings gibt es kaum etwas Flüchtigeres als die Gerüche. Wie Wien einst roch, lässt sich bestenfalls noch aus dem Gedächtnis der älteren Generationen Wiens erschließen. Auch Interviews mit Migrantinnen und Migranten werden dem Forschungsteam bei der Erstellung eines Duftkalenders und von Duftkarten der Stadt Wien dienlich sein – zusätzlich zu Duftmessungen und Duftanalysen in ausgewählten Wiener Stadtteilen. Als Alternative zu geläufigen Stadtführungen sollen Möglichkeit gefunden werden, „Duftführungen“ zu organi-sieren, sei es zu besonderen Plätzen von Wien, sei es durch den experimentellen Duftgarten an der Wiener Universität für Boden-kultur. Außer den Düften werden auch die Eindrücke der Berührungen von Materialien in Cafés, im öffentlichen Verkehr oder auf Spiel-plätzen untersucht. Wie „sieht“ Wien eigentlich für Blinde und Rollstuhlfahrer aus? Auf welche Weise kann die Stadt Wien noch lebenswerter gestaltet werden? Das Projekt beabsichtigt, eine Datenbank der spezifischen Wiener Gemütlichkeit zum Gebrauch von Architekten und Designern zu erstellen.
Preisträger*innen
Ruth Mateus-Berr
Vergabe durch
WWTF
Datum und Ort
Datum
2006-11-15
Ort
Wien (Österreich)
URL