Lehrende und MitarbeiterInnen

Mateus-Berr, Ruth Univ.-Prof. Dr. phil. Mag. art.

Titel
EVO EVO! 200 Jahre Charles DarwinVermessen/Sozialdarwinismus.Rassismus von heute
Typ
Gruppenausstellung
Schlagwörter
Kunstpädagogik, Erziehungswissenschaften, Fachdidaktik, Bildende Kunst, Medienforschung
Texte
Beschreibung
EVO EVO! 200 Jahre Charles Darwin. 150 Jahre Evolutionstheorie Eröffnung: 3.9.2009, 19 Uhr 4.9. - 11.10.2009 Kuratoren: Peter und Ingeborg Braunsteiner Eröffnung: 3. September 2009 Begrüßung: Joachim Lothar Gartner, Präsident des Künstlerhauses Vortrag: Franz M. Wuketits, Wissenschaftstheoretiker - „Darwin ist überall. Zum Vermächtnis eines R/Evoluzzers“ Performance: K.U.SCH. - „Feuchtgebiete“ Bildmaterial >>> www.charles-darwin-jahr.at >>> Begleitprogramm zur Ausstellung: 6. 9., 15 Uhr, Café EVO EVO Mit der Philosophin und Biologin Elfriede M. Bonet sich informieren und diskutieren. Thema: Darwins „Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl oder die Erhaltung der begünstigten Rassen im Kampf ums Dasein“ (1859) 13. 9., 15 Uhr, Café EVO EVO Mit der Philosophin und Biologin Elfriede M. Bonet sich informieren und diskutieren.Thema „Was uns zu Menschen macht“ 17. 9., 19 Uhr, Vortrag Bazon Brock „Evolution des Geistes? Fortschritt der Erkenntnis?“ Präsentation der Publikation EVO EVOLesung mit Karl F. Kratzl 20. 9., 15 Uhr, Café EVO EVO Mit der Philosophin und Biologin Elfriede M. Bonet sich informieren und diskutieren.Thema „Gehirn und Magie“ 24. 9., 19 Uhr, ...urTEXTur... Poetische Lese-Performance mit Dieter Berdel, Homemade Gordon Banks, Peter Waugh und Janus Zeitstein 26. 9., 16 Uhr, Kuratorenführung Das Kuratorenteam und einige ausstellende KünstlerInnen führen durch die Ausstellung 27. 9., 15 Uhr, Café EVO EVO Mit der Philosophin und Biologin Elfriede M. Bonet sich informieren und diskutieren.Thema „Wie Genies denken“ 1. 10., 19 Uhr, „DARWINMENDELMORGANGOTT“ Tonale Permutation mit Gerhard Hufnagel an der keltischen Harfe 3. 10., 19 – 24 Uhr, Lange Nacht der Museen - „DARWINS NIGHT“ Musikalische Lesung mit Elfriede M. Bonet 19 Uhr: Kindheit und Studium 20 Uhr: Die Reise mit der ‚Beagle‘ 21 Uhr: „Über die Entstehung der Arten“ 22 Uhr: Werke nach der Entstehung der Arten 23 Uhr: Rezeption und NachwirkungMusik: Ingomar Kment (Gesang, „Pfeiferl“, Gitarre) und Franz Schweidler (Knopfharmonika), Peter Sehnal und Anton Sepper (Sazz, Udd, Gambri u.a.), Dieter Graf und Freund 4.10., 15 Uhr, Café EVO EVO Mit der Philosophin und Biologin Elfriede M. Bonet sich informieren und diskutieren.Thema „Evolution und Religion“ 8./9. 10., 14-18 Uhr „Darwins Kosmos - Bilderwelten / Weltbilder“ Symposion unter der Leitung von Franz M. Wuketits Vorträge aus der Medizin, Pädagogik, Philosophie, Verhaltensphysiologie und Entwicklungsneurobiologie, Ästhetik, den Literatur- und Medienwissenschaften sowie der Wissenschaftstheorie laden ein Darwins Welt auch jenseits der Evolutionstheorie zu entdecken. Donnerstag, 8. Oktober 14.00 Uhr: Eröffnung und Begrüßung 14.30 Uhr: Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth (Bremen )“Die Evolution des freien Willens" 15.30 Uhr: Prof. Dr. Christfried Tögel (Magdeburg)" Von den Geschlechtsorganen des Aals zur Traumdeutung. Darwins Einfluß auf Freud" 16.30 Uhr: Kaffeepause 17.00 Uhr: Prof. Dr. Beda M. Stadler (Bern) "Warum werden wir krank? Horizonte der Evolutionsmedizin" Freitag, 9. Oktober 14.00 Uhr: Prof. Dr. Johanna Forster (München) "Evolution und Pädagogik. Ist der Mensch erziehbar?" 15.00 Uhr: Prof. Dr. Wolfgang Steinig (Siegen) "Vom Tanz zur Grammatik. Evolution der Sprache aus Rhythmus, Tanz und Musik" 16.00 Uhr: Kaffeepause 16.30 Uhr: Prof. Dr. Eckart Voland (Gießen) "Gott hat Geschichte. Hat er auch Naturgeschichte?" 17.30 Uhr: Prof. Dr. Franz M. Wuketits (Wien) "Warum das Böse fasziniert. Darwin und die llusionen der Moral" 18.30 Uhr: Schlußworte So 11.10., 19 Uhr, Finissage Performance Dirk Huylebrouck/Ruth Mateus-Berr Abschlußfest mit der Dreiachtelband (Paul Braunsteiner, Jörg Kirchberger, Hubert Silecki) Führungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene Änderungen vorbehalten Café EVOEVO im Künstlerhaus Was Sie schon immer über Evolution wissen wollten – sich informieren und diskutieren. Vorgesehen ist jeweils ein Impulsreferat, dessen Thematik dann diskutiert werden soll. Themen: Darwin: „Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl oder die Erhaltung der begünstigten Rassen im Kampf ums Dasein“ (1859) Kaum ein anderes wissenschaftliches Buch hat vermutlich jemals ein so großes Echo gefunden, zugleich aber sowohl Zeitgenossen als auch nachfolgende Generationen so tief gespalten. Und keines wurde so oft falsch interpretiert, und sein Verfasser für die verschiedensten vermeintlichen Grundübel des jeweils herrschenden Zeitgeists verantwortlich gemacht. Man denke beispielsweise an Atheismus, den Nationalsozialismus. Und schon Darwin beklagte in seiner Autobiografie: „Meine Ansichten sind häufig grob entstellt, mit Bitterkeit angegriffen und lächerlich gemacht worden.“Um beurteilen zu können, welche Impulse Darwin der Biologie vermittelt hat und welche Fragen er offen ließ bzw. offen lassen musste, ist eine Kenntnis des Werkes Voraussetzung. Seine Hypothesen lassen sich in fünf einander ergänzende Einzeltheorien ordnen, die vorgestellt werden. Was uns zu Menschen macht Im vergangenen Jahrhundert hat die Verhaltensforschung fast alle Bastionen gestürmt, die den Menschen vom Tier trennen sollen: Vom Werkzeuggebrauch über die Kommunikation in Symbolen bis zu den Abstraktionsleistungen beim Kategorisieren. Was als einziges übrig blieb, war die Sprache – kein Affe hat trotz aller Bemühungen je sprechen gelernt. Die von manchen Menschenaffen erlernte Zeichensprache stellt nur einen erzwungenen, angestrengten Ersatz dar, der ihrem sozialen Bedürfnis entgegenkommt, mit ihrem Betreuer zu kommunizieren. Kennzeichen des Sprechens ist die perfekte Beherrschung der Artikulationsmuskulatur. Auch die Fingerfertigkeit des Menschen beruht auf einer ausnehmend guten Feinmotorik und ermöglicht u.a. das Handwerk. Diese motorische Intelligenz, so die These, bildet das Fundament für die kulturelle Evolution. In jüngster Zeit ist es gelungen, auch die genetische Basis dafür zu finden. Gehirn und Magie Zunehmend nutzen Neurowissenschafter die Methoden von Zauberern für ihre Experimente für Untersuchungen darüber, wie das Gehirn auf Wahrnehmungen reagiert, die allen bisherigen Erfahrungen mit der Realität Hohn zu sprechen scheinen. Das eröffnet neue Zugänge zu Aspekten des Bewusstseins, die nicht in der aktuellen sensorischen Realität gründen. Aufnahmen der Gehirndurchblutung beim Betrachten bestimmter Tricks liefern Hinweise, welche Hirnregionen an der Interpretation beteiligt sind. In der Zauberei werden sowohl kognitive als auch visuelle Täuschungen benützt: Der Zauberkünstler bestimmt, was uns in welchem Moment bewusst ist. Wie Genies denken Immer schon haben Genies die – nach eigener Selbsteinschätzung – nicht genialen Menschen fasziniert. Wie das Denken solcher Menschen funktioniert, lässt sich sehr gut an Schachgroßmeistern studieren. Schon Goethe bezeichnete Schach als „Probierstein des Hirns“. Der Vorteil für die Kognitions-wissenschaften besteht darin, dass sich die Fähigkeiten im Schach leicht messen und in Laborversuchen analysieren lassen. Wesentliches Merkmal jedes Experten besteht in der Verwaltung großer Datenmengen, die in kurzen Zeitspannen abrufbar sind. Die Ergebnisse könnten für Lehrer insofern Bedeutung haben, als die Techniken der Schachmeister bei der Unterweisung von Schülern in Lesen, Schreiben und Rechnen helfen könnten. Evolution und Religion „So beschlich mich in sehr langsamer Weise der Unglaube, bis ich schließlich gänzlich ungläubig wurde.“ So Charles Darwin in seiner Autobiografie. Darwin hielt jede Religion für eine primitive Art der Welterklärung, die von der Wissenschaft längst überholt worden sei. Selbst Moralität erkläre sich aus dem Nutzen sozialer Bindungen, sowohl für den Einzelnen wie für Gruppen. Diesbezüglich billigte Darwin der Religion eine gewisse förderliche Wirkung zu – aus Angst vor göttlicher Strafe. Heute untersuchen Wissenschafter weltweit, inwieweit Religionen einen positiven Effekt auf Gesundheit, auf Lebenserwartung etc. haben. Sie suchen Antworten auf die Frage, ob es allgemeine Merkmale menschlicher Religiosität gäbe – und werden fündig. Moderation: Mag. Elfriede Maria Bonet (Club of Vienna) Anlässlich des 200. Geburtstages von Charles Darwin und des 150-jährigen Jubiläums der Evolutionstheorie zeigt das Künstlerhaus die Ausstellung „EVO EVO! 200 Jahre Charles Darwin. 150 Jahre Evolutionstheorie“. Die Schau stellt erstmals die Kultur-Evolution in den Mittelpunkt und thematisiert mittels der zeitgenössischen bildenden Kunst die geistig-kulturellen Aspekte der Entwicklungsgeschichte. Eine Gruppe internationaler bildender KünstlerInnen hinterfragt, kommentiert und reflektiert die verschiedenen Theorien und herrschenden Ansichten über verborgene Entwicklungsvorgänge, seltsame Zeitabläufe, Mythenbildungen und Weltmodelle. Antriebssysteme der Bio- und Kultur-Evolution, die Entwicklung von Gestalt und Form sowie Zucht und Ordnung werden künstlerisch aufgearbeitet. Der Gegensatz zwischen objektiver Realität und subjektivem Erleben und die unterschiedliche Wahrnehmung von Außen- und Innenwelt werden zur Diskussion gestellt, lineare, irreversible Prozesse und Grenzen der Wahrnehmung beleuchtet. Ein umfangreiches Begleit- und Vermittlungs-programm ergänzt die Ausstellung und ermöglicht den BesucherInnen ein tieferes Eintauchen in die Thematik. Zur Ausstellung erscheint das Buch „EVO EVO! 200 Jahre Charles Darwin. 150 Jahre Evolutionstheorie“ mit naturwissenschaftlichen, philosophischen und künstlerischen Beiträgen. KünstlerInnen der Ausstellung: Frederick Baker, Karin Binder, Hubert Blanz, Grete Blüml, Ingeborg Braunsteiner, Paul Braunsteiner, Peter Braunsteiner, Paul Bush, Helga Cmelka, Judith.P.Fischer, Norbert Fleischmann, Monika Hubmann, Martin Huxter, Richard Jurtitsch, Robert Kabas, Waltraut Kegel, Katarzyna Kozyra, Karl F. Kratzl, Richard Künz, K.U.SCH., Ruth Mateus-Berr, Franz S. Mrkvicka, Waltraud Palme, Brigitte Pamperl, Mark Rossell, Gela Samsonidse, Miriam Schwahn, Hubert Sielecki, Leonhard Stramitz, Ulrike Tomasch, Bernhard Tragut, Martina Tscherni, Wolfram Wallner, Margret Weber-Unger, Mario Wesecky, Robert Zahornicky
Künstler*innen
Ruth Mateus-Berr
Datum, Eröffnung und Ort
Datum
2009-09-03
Ort
Wien (Österreich)
Ortsbeschreibung
Künstlerhaus Wien Österreich
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