Lehrende und MitarbeiterInnen

Mateus-Berr, Ruth Univ.-Prof. Dr. phil. Mag. art.

Titel
Confessio
Typ
künstlerischer Ton-/Bild-/Datenträger
Schlagwörter
Bildende Kunst, Transdisziplinäre Kunst
Texte
Beschreibung
Performance: Confessio (Ruth Mateus-Berr, Joana Adesuwa Reiterer, Wagner Felipe dos Santos) A confession; A defense of one's faith, or a confession of guilt. Schuld hat in diesem Fall nicht die Betroffene. Diese Performance ist eine Anklage. Hier klagt sie die Täter an, ruft uns alle zur Verantwortung auf. Sie schreit ihre Wut aus der Seele. eine Betroffene/ein Betroffener oder eine Stellvertretung für diese Person ruft laut(er als gewohnt) aus dem Beichtstuhl ihre/seine Beichte, seine/ihre innersten emotionalen Gefühle der Betroffenheit. Hier werden Worte der Verzweiflung, des Hasses, des Unverständnisses etc. gesprochen. Diese Performance wird zur Eröffnung VOR der Messe stattfinden oder an anderen möglichen Momenten, wie gewünscht. Letztendlich ist auch eine dauerhafte Toninstallation für die Fastenzeit möglich. Menschenhandel stellt eine schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte und der Menschenwürde dar und gilt als eines der schlimmsten Verbrechen. Gegenwärtig gibt es mehr Sklaverei als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. Menschen werden auch heute gekauft, verkauft und wieder weiterverkauft. Sklaverei und Menschenhandel kann es nur in Gesellschaften geben, in denen es sehr vermessene unterschiedliche Wertzuschreibungen menschlichen Lebens gibt und in denen Menschenwürde nicht für alle Menschen gleich gilt. In ihrer Arbeit VERMESSEN bezieht sich Ruth Mateus-Berr auf den Sozialdarwinismus, der bereits im Nationalsozialismus als pseudowissenschaftliche Rechtfertigung für Imperialismus und Rassismus herangezogen wurde und heute ein Wesensmerkmal des Rechtsextremismus ist.
Autor*innen
Ruth Mateus-Berr, Joana Adesuwa Reiterer, Wagner Felipe dos Santos
Herausgeber*innenschaft
Ruth Mateus-Berr
Datum
2018
Ort
Wien (Österreich)
URL
Ausgabe/Auflage
1