Lehrende und MitarbeiterInnen

Mateus-Berr, Ruth Univ.-Prof. Dr. phil. Mag. art.

Titel
Totalitäre Narreteien. Fasching im Faschismus.
Typ
Video
Schlagwörter
Erziehungswissenschaften, Medienforschung, Fachdidaktik, Kunstpädagogik, Bildende Kunst
Texte
Beschreibung
Dimensionen - Die Welt der Wissenschaft * "Großkampftage im Vergnügen" sollten sie sein, die ersten nationalsozialistischen Faschingsveranstaltungen in Wien 1939. Wie alle anderen Bereiche des öffentlichen Lebens wurde auch der Fasching nach 1938 gleichgeschaltet; bei Faschingsfesten wurde nicht nur gefeiert, sondern auch gegen Politiker aus dem Ständestaat gewettert und gegen Juden gehetzt. Höhepunkt der nationalsozialistischen Funktionalisierung des Faschings war ein von Wiener Künstler/innen gestalteter riesiger Faschingsumzug, der nicht weniger als die "Initiation in die deutsche Volksgemeinschaft" verdeutlichen sollte. Als Zeit der ritualisierten Ausgelassenheit, der Maskerade und des Verkleidens, die immer etwas Widerborstiges, Recht und Ordnung in Frage Stellendes hat, war der Fasching totalitären Regimen schon immer suspekt. Kommt im Faschismus bzw. Nationalsozialismus die alte Funktion des Faschings als Ventil, als Möglichkeit, verkleidet Kritik an politischen Missständen zu äußern, völlig zum Erliegen? Oder ließ sich auch unter verschärften Rahmenbedingungen mit Hilfe von Masken Opposition betreiben? Gestaltung: Martina Nussbaumer
Beteiligung
Ruth Mateus-Berr
Erwähnung
erschienen in
ö1 (Dimensionen - Die Welt der Wissenschaft *)
URL
Datum und Ort
Datum
2008-01-31
Ort
Wien (Österreich)