Lehrende und MitarbeiterInnen

Mateus-Berr, Ruth Univ.-Prof. Dr. phil. Mag. art.

Titel
Kooperation Kirche und "Angewandte" führte zu "Engels-Lounge"
Typ
Onlinebeitrag
Schlagwörter
Architektur, Bildende Kunst, Design
Texte
Beschreibung
KATHPRESS/Kirchen/Kunst/Erzdiözese Wien/Angewandte/Meteus-Berr/Scharl/ Büroraum im Wiener Diözesanhauses am Stephansplatz 6 wurde von Kunststudierenden zu "polyphonem oikos" umgestaltet - Initiator Weihbischof Scharl sieht Wohlfühlen, Kunst und Glauben kombiniert Wien, 21.06.12 (KAP) Eine Kooperation zwischen der Erzdiözese Wien und der Wiener Hochschule für angewandte Kunst hat nun zu einer - wie es einer der beteiligten Studenten launig umschrieb - "Engels-Lounge" geführt. Im 6. Stock des Wiener Diözesanhauses am Stephansplatz 6 gestalteten Kunststudierende einen bis dahin gesichtslosen Vorraum zu einem "polyphonen oikos" mit kreativen Blickfängen. Bei der Eröffnung am Donnerstag sprach der Initiator, der Wiener Weihbischof Franz Scharl, von einem gelungenen Brückenschlag zwischen Erzdiözese und "Angewandter". Der als Bischofsvikar für Kategoriale Seelsorge auch für Kunstagenden zuständige Scharl erläuterte den von ihm gewählten Projektnamen: "Polyphon" bedeute "mehrstimmig", "oikos" war im antiken Griechenland die Haus- und Wohngemeinschaft, die den Lebensmittelpunkt bildete. Im Foyer der Wiener Kategorialen Seelsorge seien nun Wohlfühlen, Kunst und Glauben in anregender Weise kombiniert. Der Raum solle "nicht nach Büro riechen", sondern Eintretende sollten sich hier wohl und willkommen fühlen, so der Weihbischof. Wer das Foyer betritt, sieht drei an der Decke "schwebende" Wolken aus Kunststoff, die in LED-Licht in verschiedenen Farben erstrahlen. In einer Fensternische wurden stapelbare Rattanmöbel platziert, die zum Entspannen und Kommunizieren einladen. Über die weißen Wände zieht sich ein rotes Band, dessen Symbolik der Spruch "Die Liebe hält alles zusammen" verdeutlicht. An einer Außenwand des Gebäudes wird noch ein Konvex-Spiegel angebracht, der den Stephansdom und ein Stück Himmel in das Diözesangebäude projiziert. Entwickelt und ungesetzt haben all diese Ideen Studierende der Hochschule für angewandte Kunst unter der Leitung von Prof. Ruth Meteus-Berr. Sowohl die kirchlichen als auch die universitären Projektpartner äußerten sich bei der Eröffnung hochzufrieden mit dem Verlauf und Ergebnis. Der diözesane Bauamtsleiter Harald Gnilsen sprach von einem "neuen Weg", der mit der Kooperation erfolgreich beschritten worden sei; Martin Wiesauer von der Kategorialen Seelsorge würdigte den "spirit", der erlebbar geworden sei. Die Studierenden dankten für die Offenheit der Kirchenverantwortlichen für unkonventionelle Ideen. Und Prof. Meteus-Berr, die mit einem "Duft-Klangpendel" für die Barbarakapelle des Stephansdoms 2009 selbst kreative Brücken zur Kirche geschlagen hatte, meinte gegenüber "Kathpress", dass sich wechselseitige "Berührungsängste" in Grenzen hielten. Dies hätte nicht zuletzt die humorvolle Präsentation der Studentenideen gezeigt. Die Zusammenarbeit setzt sich noch fort: Erzdiözese Wien und "Angewandte" wollen in Kürze eine Dokumentation über das gemeinsame Projekt "polyphonen Oikos" herausbringen. (Informationen: www.erzdioezese-wien.at) (ende) rme/pwu/ -- Mag. Robert Mitscha-Eibl "Kathpress"/Kultur Singerstraße 7/6 A-1010 Wien
Autor*innen
Ruth Mateus-Berr
Datum
2012-06-21
Ort
Wien (Österreich)
URL
erschienen in
Titel
kathweb