Lehrende und MitarbeiterInnen

Mateus-Berr, Ruth Univ.-Prof. Dr. phil. Mag. art.

Titel
Cool City Vienna - Cool Design
Typ
Zeitungsbericht
Schlagwörter
Design, Architektur, Transdisziplinäre Kunst
Texte
Beschreibung
WISSENSCHAFT & KUNST ART & SCIENCE VISUALISATION 100 COOL CITIES 01/100 VIENNA, 02/100 NEW YORK GLOBAL COOLING: WISSENSCHAFT & KUNST Ruth Mateus-Berr COOL PLAN - COOL CITY GLOBAL COOLING: Steven Chu, Energieminister im Kabinett der US-Regierung, hat auf einem Symposium in London dazu aufgerufen, Straßen, Gehsteige und Dächer weiß zu streichen, um den Auswirkungen der globalen Erwärmung entgegenzuwirken. Grundlage dieser Idee ist die Studie von Hashem Akbari vom Lawrence Berkely National Lab.Prof. Hashem Akbari (Lawrence Berkeley National Laboratory), einer der führenden Klimaforscher der Vereinigten Staaten von Amerika, Berater der EU, hat errechnet, dass je 20 m2 weiß oder COOL* gestalteter horizontaler Flächen in Wien eine CO2 Reduktion von 1 Tonne bewirkt wird. Ziel ist es, einen Anteil der rückgestrahlten Strahlung von 10% zu erreichen. Wenn 100 große Städte der Welt helle Oberflächen erhalten, würde das der Welt „eine Zeit zum Atmen“ geben und CO2 reduzieren. Man kann einfach Dächer weiß streichen oder weiße Membrane verwenden oder spezielle Fliesen verwenden... es gibt viele Möglichkeiten. Es hat einen Grund, warum in südlichen Ländern (zB. Griechenland) die Städte weiß getüncht sind. BASF hat eigene Farbpigmente entwickelt die mehr rückstrahlen und weniger erhitzen. Auf seine bevorzugten Lieblingsfarben muss man nun nicht einmal verzichten, wenn man umweltschonend vorgehen möchte (Normaler Anstrich zB. bei brauner Farbe: Rückstrahlung von 0,08%, Dachtemperatur von 45 Grad Celsius; spezielles COOL-braun , das 0,27% rückstrahlt und sich auf 36 Grad Celsius erhitzt (BASF Ultra-Cool® metal roof coatings). Es gibt unterschiedliche Dachgranulate: Eine schwarze Dachpappe verfügt über eine Rückstrahlung von 5% und erhitzt sich bis zu 82,2 Grad Celsius. Konventionelle Dachschindeln haben eine Rückstrahlung von 29%, dies entspricht 69,4 Grad Celsius und neue weiße Dachpappe besitzt eine Rückstrahlung von 60% und erhitzt sich auf 53,3 Grad Celsius). Speziell pigmetierte COOL-Colours reflektieren das unsichtbare nahe Infrarot-Sonnenlicht. Akbari arbeitet mit der Heat-Island Group inzwischen mit folgenden Industriepartnern zusammen: 3M (ganules), American Roof Tile Coating, BASF (metal), Custom-Bilt Metals, Elk Manufacturing (shingles), Ferro, GAF (shingles), Hanson Roof Tile, ISP Minerals (ganules), MCA (tiles), Monier Lifetile (tile), Shepherd Color Company. Nicht nur Dächer, sondern auch Asphaltstraßen können gekühlt werden. Asphaltstraßen, Teerdächer,... absorbieren die Hitze der Sonne und erzeugen den städtischen „Hitze-Insel-Effekt“, der Temperaturen um 1-3 grad Celsius oder mehr anheben kann. Ein Forscherteam hat die von Oleson et al. programmierte Computersimulation für eine Studie des National Science Fonds (NSF) verwendet, mit dem man herausfand, dass bei tatsächlicher Weiß-Gestaltung jedes Daches, den „Hitze-Insel-Effekt“ um 33% vermindern könnte. Allerdings würden Städte unterschiedlich davon profitieren: Städte, die ein enges Dachnetz haben würden kühler werden, weiters hängt es vom Material der Dächer ab, so ergeben Metalldächer, auch weiß gestrichen weniger Effizienz (Gordon Bonan et al. 2010). VIENNA: 1st COOL CITY EUROPAS Hashem Akbari setzt sich auf Initiative und gemeinsam mit der Künstlerin Ruth Mateus-Berr dafür ein, Wien zur ersten von 100 COOL CITIES Europas zu machen. Gemeinsam mit seinem „ Heat Island Group at Concordia and Lawrence Berkeley National Laboratory“ und der österreichischen Firma A. PORR AG soll an der Designstrategie "Cool Vienna" gearbeitet werden. Hiermit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass der visionäre Gedanke und Charakter des Projektes, "ideelles Miteinander von Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft als Kooperationsfundament für Nachhaltigkeit in der Gestaltung urbaner Landschaften", eine innovative Möglichkeit in sich birgt, eine nachhaltige Bauweise, die künftigen Generationen im 21. Jahrhundert gerecht wird, umzusetzen. Anita Fleckl, (Unternehmenskommunikation, Public Affairs, CSR-Beauftragte) Das Projektteam reicht bei innovativen Ideen für die Stadt Wien ein, und wenn sie ein Projekt gewinnen, wird die Universität für angewandte Kunst (Ruth Mateus-Berr und P. Michael Schultes gemeinsam mit Studierenden der Universität für angewandte Kunst und der TU Wien) mit dem Lawrence Berkely National Laboratory, Prof. Hashem Akbari , der Firma Porr in einem gemeinsamen ThinkThank über nachhaltige CO2 Reduktionen in Wien agieren. KUNST campaign for science through arts „Künstlerinnen und Künstler treten nicht nur als Beobachter, Kritiker und (provokante) Ankläger des Klimawandels auf, sondern auch als konkret Lösungssuchende mit modellhaften Alternativvorschlägen“ (Zybok, Stange 2009:33). In den Arbeiten 100 Cool Cities: 01/100 Wien, 02/100 New York visualisiert Ruth Mateus-Berr Hashem Akbaris wissenschaftliche These als campaign for science through arts. Von partizipativen Bemalungsaktionen auf Stadtplänen und riesigen Fotografien New Yorks und der Stadt Wien bis zu „weiß-gemalten Stadtbildern“ oder City-Skylines im Fliesengenre wird Werbung für GLOBAL COOLING gemacht. Ruth Mateus-Berr ist Künstlerin, Wissenschaftlerin und Designforscherin und beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit Themen an der Nahtstelle von Wissenschaft und Kunst. „Künstlerinnen und Künstler treten nicht nur als Beobachter, Kritiker und (provokante) Ankläger des Klimawandels auf, sondern auch als konkret Lösungssuchende mit modellhaften Alternativvorschlägen“ (Zybok, Stange 2009:33). Hashem Akbari ist Industrial Research Chair Professor an der Concordia Universität (Montreal, Canada) im Department für Buildings, Civil and Environmental Engineering und ein Mitglied der Heat Island Group at Lawrence Berkeley National Laboratory. Seine Interessen und Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich: Energienutzungseffizienz, Herabsetzung der Wärmeinseln über Städten, Erneuerbare Energien, Luftverschmutzungskontrolle, „cool materials“, alternative Energietechniken, Energieverbrauchsprognosenerstellung Er ist Berater des European Union Cool Roof Councils. Nähere Informationen: coolcityvienna@uni-ak.ac.at LINKS: www.ruth-mateus.at www.experimonde.eu Grafische Gestaltung/Einladung: Marc Damm // http://marcdamm.carbonmade.com Fotoausarbeitung: www.fotospeed.at Filmdokumentation: Tatja Skhirtladze DJ_ Lady OBT: : http://www.myspace.com/frauleinmadchen LITERATUR: Akbari et al. 2008: Climatic Change, In press Journal: Climatic Change. Verlag Springer Netherlands. ISSN 0165-0009 (Print) 1573-1480 (Online). Heft Volume 94, Numbers 3-4 / Juni 2009 DOI 10.1007/s10584-008-9515-9 http://www.nsf.gov/news/news_summ.jsp?cntn_id=116283 (accessed 14.3. 21:24) Zybok, Oliver, Stange, Raimar. Existenz am Limit. Kunst und Klimawandel. in: Kunstforum Bd. 199 Oktober-Dezember. Ruppichteroth 2009. Fotocredits: Ruth Mateus-Berr, Thomas F. Berr, & Artworks: Cool Plan, Cool City:, New York painted. IMG_7781: Ruth Mateus-Berr Fotocredits: Membrane: Volker Dienst
Datum
2010-06-29
Ort
Wien (Österreich)
URL
erschienen in
Titel
freytag&berndt Wien Plan Project Vienna. How to react to a City.departure&MAK (freytag & berndt Wien Plan Project Vienna. How to react to a City. Hg. departure)
Beteiligung
Ruth Mateus-Berr
Erwähnung