Künstlerische Forschung


Weitere Informationen zu Projekten künstlerischer Forschung im Rahmen des PEEK-Programms des FWF finden Sie in der Projektübersicht:
Projekte künstlerischer Forschung


Vibrant Matter

Projektleiter: Bernhard Sommer
Institut für Architektur
Austrian Science Fund (FWF): AR 597 Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste (PEEK)

Vibrant Matter ist ein künstlerisches Forschungsprojekt, das sich auf das Verständnis des Klimawandels mit künstlerischen Mitteln konzentriert. Das Projektteam besteht aus Bernhard Sommer, Zeynep Aksöz Balzar, Galo Moncayo Asan und Mark Balzar, die am Institut für Architektur der Hochschule für Angewandte Kunst arbeiten.

 

Vibrant Matter versteht die städtische Natur als eine Vereinigung von biologischen und technologischen Komponenten, die in Symbiose innerhalb derselben Umgebung existieren. Dieses Projekt zielt darauf ab, ein ganzheitliches Bild des Klimawandels und seiner Auswirkungen auf die städtische Natur zu zeichnen, indem die Beziehung zwischen diesen verschiedenen Akteuren verstanden wird. Die Hauptfrage wird, wie atmosphärische Effekte die lebenden und nicht lebenden Teilnehmer des städtischen Raums beeinflussen und wie sie sich an den Klimawandel anpassen werden.

Der Einfluss der klimatischen Bedingungen hat verschiedene Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Bevölkerungsdichte. Wir können einen direkten Zusammenhang zwischen der weltweiten Verteilung der Zersiedelung und den respektierten Isothermen beobachten, Zonen auf der Erdoberfläche, die ähnliche klimatische Eigenschaften aufweisen. Es ist Teil des Arguments, dass sich diese Isothermen ständig bewegen und den aktuellen Stand der Urbanisierung unter Spannung setzen. Die Gesellschaft kann nur zwei Strategien anwenden: Sich mit der Isotherme bewegen oder sich an die neuen klimatischen Bedingungen anpassen.

Durch den Besuch und die Beobachtung verschiedener Akteure in Städten, die sich in extremen Klimazonen befinden, soll dieses Projekt die Prinzipien der Anpassung an sich ändernde energetische Bedingungen verstehen.

Neue Wege zur Messung urbaner Empfindungen werden untersucht, indem ein Gerät zur Erfassung der Energieflüsse entwickelt und diese Informationen als Rohstoff für die Kunstproduktion transformiert werden. Informationen wie Ultraschallwellen und Infrarotwellen, die im tierischen und botanischen Leben sehr wichtig sind, sind jedoch für unsere Sinne nicht zugänglich. Phänomene wie der Klimawandel sind schwer zu verstehen, da sie nur durch unsere persönliche Geschichte und Erfahrung wahrnehmbar sind.

Infolgedessen wird eine neue Methode zur Vermessung des städtischen Raums vorgeschlagen, bei der die gebaute Umwelt und ihre Bewohner als gleich lebendige Materie wahrgenommen werden, indem Disziplinen wie Wissenschaft, Kunst und Architektur in Bezug auf Gesellschaft, Biologie und Technologie zusammengeführt werden. Um die verschiedenen im Projekt behandelten Themen abzudecken, umfasst das Team Experten, von denen jeder einen hybriden Hintergrund mit breiter Kernerfahrung in den Bereichen Urbanismus, Architektur, Energie, Datenanalyse, Robotik, KI und Kunst hat.

Kunst hat die Kraft, die menschliche Erfahrung zu erweitern, indem sie die Grenzen sensorischer Eindrücke erweitert. Vibrant Matter zielt darauf ab, neuartige und faszinierende Erfahrungen zu produzieren, die die beobachteten Phänomene kommunizieren. Folglich werden die während der Laufzeit des Projekts entwickelten Erzählungen den Einfluss des Klimawandels auf seine respektierte Umwelt beleuchten.