Christoph Schwanda: WOHIN DIE ANTIMATERIE IM UNIVERSUM VERSCHWUNDEN IST

CERN-Kooperation der Angewandten

Eigentlich müsste es zu jedem Teilchen ein Anti-Teilchen geben. Soweit die Physik. Nur: Die Astronomie findet keinen Hinweis auf diese Anti-Materie im heutigen Universum. Wohin ist sie also verschwunden? Ein Erklärung ist, dass kurz nach dem Urknall etwas mehr Materie als Anti-Materie vorhanden war. Nach der Abkühlung des Universums ist heute daher nur noch dieser kleine Rest übrig.
Damit aber überhaupt etwas mehr Teilchen als Anti-Teilchen im frühen Universum entstehen konnten, muss es auf elementarer Ebene einen Unterschied zwischen beiden geben, den man als CP-Verletz ung bezeichnet.
Das Belle-Experiment in Japan, an dem das Institut für Hochenergiephysik der ÖAW beteiligt ist, liefert wesentliche Beiträge zur Erforschung der CP-Verletz ung. Dafür erhielten Makoto Kobayashi und Toshihide Maskawa 2008 einen Nobelpreis. Christoph Schwanda, Projektleiter der Belle-Arbeitsgruppe, erzählt aus erster Hand, wie der japanische Teilchenbeschleuiniger SuperKEKB der geheimnsivollen Anti-Materie nachspürt.

Der Vortrag – in deutscher Sprache – findet im Rahmen der Science Week „Meet the Universe – Dem Ursprung des Universums auf der Spur“ statt . Im Anschluss kann die Science Week Ausstellung besucht werden.
CHRISTOPH SCHWANDA Institut für Hochenergiephysik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Gastvortrag
Vortrag
12. September 2019, 18:30
AULA DER WISSENSCHAFTEN, Wollzeile 27A, 1010 Wien