Nous sommes tous des exilés: Wir sind alle Exilanten

2. Forum von Zadig Wien

Intervention von Studierenden des Instituts für Sprachkunst

Der französische Psychoanalytiker Jacques Lacan sagt sinngemäß, dass der Ort des Anderen die Heimstatt für das Subjekt, das sprechende Wesen, ist. Insofern sind wir alle Exilanten, als die bereits vorhandene Sprache unseren Körper trifft, uns zu Fremden macht in einer – immer schon verlorenen – Heimat. Immer Zuagroaste.
Jeder Mensch ist auf seine eigene Art exiliert. Wie er zu seiner Befriedigung kommt, steht immer im Widerspruch zur herrschenden Kultur. Der Mensch weiß wenig bis nichts darüber, was ihn wirklich anzieht, was ihn triggert. Und er weiß nichts über seine Art der Befriedigung. Diese ist höchst singulär. Deshalb ist der Andere in der Verschiedenheit seiner Befriedigung abstoßend und schwer auszuhalten. Hier liegt die Wurzel des Rassismus, welcher jedem Menschen zutiefst eigen ist. Doch diese Tatsache gibt nicht das Recht, alles zu tun, was man will. Es wird gefragt und es werden vielleicht Antworten gegeben, wie jeder mit dieser Ablehnung des Anderen umgeht, vor allen Dingen dann, wenn Menschen in Not unsere Hilfe brauchen.

Persönlich Stellung nehmen unter anderem:

Barbara Coudenhove-Kalergi
Muna Duzdar
Gunkl & Walter
Mavie Hörbiger
Othmar Karas
Reinhold Mitterlehner
Wolfgang Petritsch
Doron Rabinovici
Hans Rauscher
Virgil Widrich

Die Gesprächsrunden werden von den Psychoanalytikern Avi Rybnicki (Tel-Aviv), Gil Caroz (Brüssel) und Miquel Angel Bassols (Barcelona) animiert und moderiert. Das Forum wird ohne Pausen gegen 23 Uhr enden.


Einlass 17:00 Uhr
Eintrittspreis für Studierende: € 10

Anmeldung und weitere Information unter: www.zadig-wien.at oder www.facebook.com/lacanfeld


2. Forum von Zadig Wien - Nous sommes tous des exilés: Wir sind alle Exilanten
Veranstaltung
Forum
06. April 2019, 18:00
Vordere Zollamtsstraße 7, 1030 Wien

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