Gespaltene Welt - Tod und Leben?

Einreichfrist: 01. Juli 2020
Der Titel Gespaltene Welt – Tod und Leben? nimmt Bezug auf die zentralen Fragestellungen
der Ausstellung. Über die Pandemie dringt der Tod unmittelbar in die Sphäre des Lebens ein
und macht die Trennung zwischen Leben und Tod (im Leben sind die Lebenenden – peripher
die Toten?) gesellschaftlich wieder sichtbar und damit auch spürbar.
 
Das Leben ist vergänglich – wie gehen wir mit diesem Wissen um? Wie sehr beschäftigen wir
uns eigentlich mit dem Tod oder verdrängen wir ihn vielmehr in die Peripherie unserer
Gedanken, wie die Friedhöfe an die Stadtränder? Ist es möglich, uns auf den eigenen Tod
vorzubereiten? Können wir ihn als integralen Bestandteil unseres Lebens annehmen und
dadurch mehr an Lebensqualität gewinnen? Wie gehen wir mit dem Tod von Anderen um,
wie erinnern wir die heutigen Toten? Was bleibt?
 
Das inhaltliche Ziel der Ausstellung ist daher ein Versuch der Frage nach der Spaltung
zwischen Leben und Tod auf den Grund zu gehen und auch Möglichkeiten aufzuzeigen, wie
dieser scheinbare Bruch fusioniert werden kann.
 
Die genannten Fragen werden von ausgewählten künstlerischen Einzelpositionen zum Thema
gemacht. Sofern es die Situation ermöglicht, werden die Kunstobjekte unter Einhaltung der
behördlichen Bestimmungen am 30. Juli 2020 in den Räumlichkeiten des Praxis Kollektivs
Wollzeile eröffnet und zwei Monate gezeigt.
 
Ausstellungsort
Das Praxis Kollektiv Wollzeile ist einer Praxis für Psychotherapie, Psychologie und
Psychiatrie und bietet auch in regelmäßigen Abständen Präsentationsmöglichkeiten für
Künstler*innen und Absolvent*innen von Kunstakademien im Rahmen von kuratierten
Ausstellungen eine Wirkungsfläche.
 
Einreichungen
Eingeladen sind alle künstlerischen Medienformen und auch theoretischen, poetischen,
wissenschaftlichen Auseinandersetzungen zum Thema.
 
Kuratiert wird die Ausstellung von Agnes Rameder und Amila Softic.
 
Deadline
Einreichungen bis zum 1. Juli 2020 (0:00 Uhr) an Amila Softic und Agnes Rameder per