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Die Moderne in der Gegenwartskunst
Ort und Zeit
13. März 2013, 13:00-14:30 Uhr, HS 4
20. März 2013, 13:00-15:00 Uhr, Ausstellungsbesuche (MUMOK, Secession) ACHTUNG ENTFÄLLT KRANKHEITSHALBER!
10. April 2013, 13:00-16:00 Uhr, Ausstellungsbesuche (MUMOK, Secession)
24. April 2013, 13:00-16:00 Uhr, HS4
08. Mai 2013, 13:00-16:00 Uhr, HS4
15. Mai 2013, 13:00-16:00 Uhr, HS 4
29. Mai 2013, 13:00-16:00 Uhr, HS 4
Anmerkungen
Teilnahmevoraussetzungen:
Nachweis über den positiven Abschluss von 1 Vorlesung + 2 Proseminaren in Kunstgeschichte, Kulturgeschichte oder Philosophie; eigenständiges wissenschaftliches Arbeiten wird vorausgesetzt.
Regelmäßige Anwesenheit (maximales Fehlen: 2 Einzelsitzungen oder 1 Doppelsitzung), Übernahme eines Referats und Abgabe der schriftlichen Arbeit, und die Bereitschaft zu Lektüre und Diskussion sind Voraussetzung zur erfolgreichen Teilnahme.
Keine Voranmeldung nötig. In der ersten Seminarstunde werden die Referatsthemen vergeben und der Ablauf des Seminars vorgestellt.
Prüfungsmodalitäten
mündliche und schriftliche Arbeit (Abgabe bis 15. August 2013)
Themenstellung der Lehrveranstaltung
Die Kunst der Moderne stellt eine reiche Hinterlassenschaft für die gegenwärtige Kunstproduktion dar. Die mit ihrer Historisierung als kulturelle und künstlerische Epoche einhergehende Auseinandersetzung geschieht dabei ebenso häufig über als zentral angenommene Qualitäten und Charakteristika des Modernismus (ästhetische Autonomie, Formalismus, Selbstbezüglichkeit, Individualität, Expressionismus, Abstraktion) wie über die Herausarbeitung ihrer blinden Flecke (Kolonialismus, Eurozentrismus, Kapitalismus, Überhöhung von Originalität und genialischer Subjektivität, Marginalisierung weiblicher Kunstproduktion).
Die Arbeit am Modernismus stellt eine Arbeit mit unterschiedlichen künstlerischen, theoretischen und kunsthistoriographischen Ebenen dar, die immer auf gegenwärtige künstlerische Fragestellungen bezogen sind. So ist die künstlerische Auseinandersetzung mit der Moderne nicht einfach mit einer kunsthistorischen Aufarbeitung gleichzusetzen – auch wenn sie diese erweitern mag –, sondern ist letztlich eine Aneignung und Parteinahme im Sinne der Nutzung ästhetischer Potentiale für die Gegenwart.
In Verbindung mit dem Seminar sind Ausstellungsbesuche geplant. Die Bereitschaft zu Textlektüre und Diskussion ist Voraussetzung zur Teilnahme am Seminar.
Literaturempfehlungen:
Inke Arns/Walter Benjamin, What is modern Art? Kat. Künstlerhaus Bethanien, 2006.
Yve-Alain Bois, „Painting. The Task of Mourning“, in: ders., Painting as Model, Cambridge, Mass./London 1990, S. 229–244.
Sabine Breitwieser (Hg.), Modernologies, Contemporary Artists Researching Modernity and Modernism, Kat. MACBA, Barcelona, 2009.
Yilmaz Dziewior (Hg.), Formalismus. Moderne Kunst, heute, Kat. Kunstverein Hamburg, Ostfildern-Ruit: Hatje Cantz, 2004.
Sabine Folie (Hg.), Die Moderne als Ruine. Eine Archäologie der Gegenwart, Kat. Generali Foundation, Wien, 2009.
Charles Harrison, „Modernism“, in: Critical Terms for Art History, S. 188-201.
Kobena Mercer, „Art History after Globalization: Formations of the Colonial Modern“, in: Tom Avermaete, Serhat Karakayali, Marion von Osten, Colonial Modern. Aesthetics of the Past – Rebellions for the Future, London 2010, S. 233-242
Avigail Moss, Kerstin Stakemeier (Hgg.), Painting. The Implicit Horizon, Maastricht: Jan van Eyck 2012.
Christian Philipp Müller, Vergessene Zukunft, Kat. Kunstverein München, München und Graz 1992.
Andre Rottmann, Reflexive Bezugssysteme. Annäherungen an den "Referenzialismus" in der Gegenwartskunst, in: Texte zur Kunst, 71, September 2008, 79-94
Viktoria Schmidt-Linsenhoff, Ästhetik der Differenz. Postkoloniale Perspektiven vom 16. bis 21. Jahrhundert, Marburg: Jonas, 2010.
Georg Schöllhammer, Modernity? Köln: Taschen, 2007.
Wolfgang Welsch, Unsere postmoderne Moderne, Weinheim 1987.
























