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Ton im narrativen und non-narrativen Film
Ort und Zeit
Proseminar, 3st., HS 4
Mittwoch, 10.00 (pünktlich) bis 12.30
Beginn: 12. Oktober
Anmerkungen
Literatur:
– Fred CAMPER: Sound and Silence in Narrative and Nonnarrative Cinema. In: Elisabeth Weis und John. Belton (Hg.): Film Sound. Theory and Practice. New York: Columbia Univ. Press 1985, S. 369–381.
– Gabriele JUTZ: Not Married. Bild-Ton-Beziehungen in der Filmavantgarde. In: See This Sound. Versprechungen von Bild und Ton. Hg. von Cosima Rainer, Stella Rollig, Dieter Daniels, Manuela Ammer. Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln und Lentos, Kunstmuseum Linz 2009, S. 68–75.
Prüfungsmodalitäten
Beurteilung:
– Anwesenheit
– Mitarbeit
– Schriftliche Proseminararbeit (Filmanalyse)
Themenstellung der Lehrveranstaltung
Vor den 1920er Jahren verfügte die Filmindustrie noch über keine ausgereifte Technik, Bild und Ton synchron aufzunehmen und abzuspielen. Dennoch waren Stummfilmvorführungen nur selten ‚stumm’. Den offiziellen Beginn der Tonfilmära markiert Alan Croslands The Jazz Singer (1927), der das Nadeltonsystem verwendete, das bald zugunsten des Lichttonsystems aufgegeben wurde.
Der Siegeszug der talking pictures fand jedoch nicht nur Befürworter, sondern stieß auch auf erbitterte Gegnerschaft – insbesondere von Seiten der Kunst, unter anderem bei Vertretern der Avantgarde. Gegenstand ihrer Kritik war die im kommerziellen Spielfilm schnell zur Norm avancierende Praxis der Harmonisierung von Bild und Ton.
Eines der Ziele des Seminars ist die Ausarbeitung einer Typologie der Bild-Ton-Beziehungen im narrativen und non-narrativen Film, wobei Beispiele aus den Bereichen Spielfilm (Classical Hollywood, Kino der Moderne) und Avantgardefilm aus verschiedenen Epochen der Filmgeschichte herangezogen werden. Als Referenzpunkt dient Fred Campers Unterscheidung dreier Formen von Bild-Ton-Relationen: 1) Silent-with-sound-film, 2) ‚True’ sound film, 3) ‚True’ silent film.
























