Kontakt
Lehrende und MitarbeiterInnen
Ströhle, Karl-Heinz Sen.Lect. Mag.art.
| Interdisziplinäre / projektorientierte Lehre | |
|---|---|
| „Der Blick von unten“ Ein Projekt in Zusammenarbeit mit der „Armutskonferenz“ und der Klasse „Kunst und kommunikative Praxis“ an der Universität für angewandte Kunst „Armut auf absolutem Niveau ist Leben am äußersten Rand der Existenz. Die absolut Armen sind Menschen, die unter schlimmen Entbehrungen und in einem Zustand der Verwahrlosung und Entwürdigung ums Überleben kämpfen, der unsere durch intellektuelle Phantasie und privilegierte Verhältnisse geprägte Vorstellung übersteigt.“ (Präsident der Weltbank, Robert Strange McNamara) In Kooperation mit der „Armutskonferenz“ haben wir in Armut geratene Menschen an die Universität für angewandte Kunst eingeladen. Die Gespräche, die wir in fünf Sitzungen mit den Gästen führten, konnten uns ein differenziertes Bild von den alltäglichen Bedürfnissen und Nöten dieser Menschen vermitteln. Die detaillierten und berührenden Schilderungen der Gäste bildeten die Grundlage für eine künstlerisch-ästhetische Auseinandersetzung mit dem Thema „Armut“. Abseits dieser Sitzungen sind einige Studentinnen auch tageweise mit verschiedenen Verkäufern der Zeitschrift „Augustin“ in der Stadt unterwegs gewesen, um sich einen Einblick in die konkreten Lebensverhältnisse der „Augustin“-Verkäufer verschaffen zu können. Neben Skizzen, Texten und Portraits war es die Aufgabe der StudentInnen, konzeptuelle Ansätze zum Thema „Armut“ zu entwickeln. Da Portraits auch voyeuristische Blicke auf sich zu ziehen vermögen, suchten die Studentinnen und Studenten vermehrt nach alternativen Gestaltungsmöglichkeiten in der Darstellung. Inzwischen liegen unterschiedliche Ansätze der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema vor; die Arbeiten sollen in einer öffentlichen Präsentation zur Diskussion gestellt werden. Im Zentrum aller Überlegungen stand für die StudentInnen stets der einzelne Mensch. Gerade weil das Thema uns alle betreffen kann (ganz besonders den Berufsstand der bildenden Künstlerin/des bildenden Künstlers) war der Zugang von Anfang an ein stark persönlicher und von Empathie getragener. Ich sehe die gemeinsamen Arbeit nicht als abgeschlossen an, die erarbeiteten Fragestellungen sind vielmehr Grundlage einer weiterführenden Auseinandersetzung mit dem Thema „Armut“. | |
| Lehrtätigkeit: | Lehrveranstaltung:" Die Zeichnung", Projekt Armut |
| Zeitraum: | 10.10.2007 bis 12.01.2009 |
Universität für angewandte Kunst Wien
Oskar Kokoschka-Platz 2
A-1010 Wien
T: +43-1-71133-0
E: pr@uni-ak.ac.at
























