Aktuell

 

Paul Ott. Photography about Architecture. Fotografie über Architektur

Boeckl, Matthias (Hrsg.), 2011

 

Paul Ott, dessen künstlerischer Blick unser Bild der gebauten Umwelt prägt, zählt zu den profiliertesten europäischen Architekturfotografen der Gegenwart. In der kürzlich erschienenen, zweisprachigen Publikation Paul Ott. Photography about Architecture stehen Auftragswerke verschiedensten freien Arbeiten gegenüber. Der Grazer Fotograf vermittelt stets mehr als das bloße Erscheinungsbild von Gebäuden und untersucht in seinen Bildern den Einfluss von räumlichen Strukturen auf unsere Wahrnehmung.
 
Seit mehr als zwei Jahrzehnten werden Paul Otts Dokumentationen zeitgenössischer Bauwerke in internationalen Fachzeitschriften, Büchern und Ausstellungen veröffentlicht. Dabei zeichnet ihn nicht nur die Fähigkeit aus, durch seine subtile Wahrnehmung den hohen ästhetischen Anspruch der Architekten zu kommunizieren. Die strikte Trennung zwischen reiner Dokumentation und künstlerischer Fotografie wird bei Ott bedeutungslos - vielmehr charakterisieren fließende Grenzen zwischen Kunstwerk und objektiver Berichterstattung seine Bilder.
 
In seinen freien Arbeiten beschäftigt sich der Fotograf mit Strukturen, die unsere Wahrnehmung der Umwelt mindestens so stark beeinflussen wie die Baukunst der Architekten - seien es Hochhaus-Sprengungen, dramatische Stadtkulissen einer südamerikanischen Millionenmetropole oder vom Aussterben bedrohte Heuschober im Ennstal. In einer Zeit der Reizüberflutung und Bild-Sättigung strahlen die Fotografien Paul Otts ihre Anziehungskraft gerade durch die Reduktion aufs Wesentliche aus. Gleichzeitig fordert er die Aufmerksamkeit des Betrachters heraus, um Feinheiten zu entdecken und so die eigenen Sehgewohnheiten zu erweitern.
 
Mit über 200 Fotos, die Peter Baldinger in subtiler Bildregie zusammengestellt hat, bietet diese erste Monographie über einen der bedeutendsten Architekturfotografen Österreichs einen repräsentativen Querschnitt durch Otts fotografisches Oeuvre. Essays vom Herausgeber Matthias Boeckl, sowie von Roger Riewe und Ulrich Tragatschnig beleuchten das Werk aus den Perspektiven der Kunsttheorie und der Architektur.
 
Matthias Boeckl lehrt Geschichte und Theorie der Architektur an der Universität für angewandte Kunst Wien. Seit 1999 ist er Chefredakteur der zweisprachig erscheinenden, internationalen Fachzeitschrift architektur.aktuell. Er ist Autor zahlreicher Aufsätze und Bücher und ist als Ausstellungskurator zu Themen der modernen und zeitgenössischen Kunst und Architektur tätig.
 
www.springer.at
www.springer.com

Plakat (PDF, 259 KB)