Laura Skocek sentient (being)

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robococo - Petra Gemeinböck und Rob Saunders

Zwischenräume | 2010

Ausstellungseröffnung

Digitaler Dienstag in der Electric Avenue: 17:00 - 22:00

8. Juni 2010, 19:00
quartier21/MQ (Electric Avenue), Museumsplatz, 1 A-1070 Wien
Ausstellungsdauer

Öffnungszeiten: 10:00 - 22:00

9. Juni 2010 - 27. Juli 2010
quartier21/MQ (Electric Avenue), Museumsplatz, 1 A-1070 Wien

Autonome Roboter, eingebettet in die Wände des Schauraumes der Angewandten, hämmern Löcher in die Wände, um zu inspizieren und konspirieren. In dieser Inszenierung werden die zumeist immateriellen Interventionen der Überwachungspolitik wahrnehmbar; sie verletzen unseren Lebensraum und hinterlassen offene Narben.
Ziel von Zwischenräume ist es, die heimliche Invasion elektronischer Überwachung materiell umzusetzen und zu inszenieren. In der Installation nisten sich autonome Roboter in die architektonische Haut ein, verfolgen und inspizieren rastlos das Geschehen rundum, und verändern und verletzen dadurch ihre Umgebung.
Die Arbeit schafft ein Szenarium für die politische Beziehung zwischen den heimlichen, oft immateriellen Bedingungen elektronischer Überwachung und urbanen Kampftaktiken, in denen Soldaten sprichwörtlich angewiesen werden, durch private Wände zu gehen. In dieser Kampftechnik, ausgeübt vom israelischem Militär, wurden in palästinischen Flüchtlings-camps Tunnel quer durch die Stadt geschlagen und die Wände von privaten Wohnzimmern und Schlafzimmern durchbrochen, um den Gegner zu überraschen. Beide Strategien, die der Überwachung und die des Überraschungsangriffes machen sich Unmittelbarkeit und Nichtahnen der Betroffenen zu Nutze, um in das Private einzubrechen. Jedoch verursacht das unerwartete Eindringen der Soldaten Zerstörung, Trauma und Demütigung.

 

Teil I.
Zwischenräume stellt den urbanen Kampf in Bezug zur Überwachungspolitik, indem sie den Akt des Eindringens architektonisch inszeniert und der Macht der Überwachung physische Brutalität verleiht. Eine heimelige, wohnzimmerartige Szene wird zu einem unheimlichen Überwachungsdrama, dem sich seine temporären Bewohner - das Publikum - nicht entziehen können: die Maschinen erkennen Gesichter und verfolgen Bewegungen, um nach verdächtigen Mustern zu suchen. Durch Klopfzeichen kann das Publikum auch direkt deren Aufmerksamkeit erregen und somit zum Kollaborateur oder Gegenspieler werden.

Teil II.
Ende Juni wurden die Roboter und die Überwachungsmaschinerie abgebaut. Die Spuren ihrer Intervention bleiben manifest. Ergänzend dazu zeigt eine Videodokumentation die Transformation der Wand und die Interaktionen der Zuschauer während der letzten Wochen.

© robococo

www.robococo.net
www.impossiblegeographies.net

Pressemitteilung (PDF, 62 KB)
Einladung (Vorderseite) (PDF, 476 KB)
Einladung (Rückseite) (PDF, 495 KB)
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